Burgwald

Hubschrauber streut Kalk über Burgwald

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- Burgwald - Bottendorf (apa). Lautes Knattern kündigt den Hubschrauber an, bevor er über den Baumwipfeln erscheint und auf der Lichtung über dem Bagger in der Luft stehen bleibt. Er lässt 1,5 Tonnen Kalk aufladen, hebt ab und streut das feine Granulat über den Bäumen aus. Keine drei Minuten später ist er zurück.

Knapp 500-mal wird sich dieses Schauspiel wiederholt haben, bevor eine 235 Hektar große Fläche im nördlichen Burgwald linker Hand der Bundesstraße zwischen Bottendorf und Ernsthausen gekalkt ist. Das Forstamt Burgwald mit Sitz in Bottendorf lässt derzeit Magnesiumkalk über einem kleinen Teil des Staatswaldes ausbringen .

Nach Angaben von Arno Süßmann vom Forstamt Burgwald ist die Methode mit dem Hubschrauber die schnellste und effektivste Art, den hellbraunen Kalk auf dem Waldboden zu verteilen: „Sie hat den besten Wirkungsgrad“, sagt der Forstmann. Früher sei der Kalk mit Geräten von den befestigten Waldwegen aus in den Wald geblasen worden – mit mäßigen Ergebnissen, weil die Reichweite lediglich 30 bis 40 Meter betrug und dies auch nur, wenn kein Baumstamm im Weg war.

Der Hubschrauber ist nach Angaben von Süßmann bislang der größte, der für einen Kalkungseinsatz im Burgwald eingesetzt wurde. Die „Bell 205“ kann 1,5 Tonnen Gewicht anheben und braucht nur wenige Minuten, um aufzusteigen, den Kalk auf einer Fläche von einem halben Hektar zu verstreuen und zur nächsten Beladung zurückzukehren: Ein Radlader füllt den Container mit jeweils 1,3 bis 1,5 Tonnen Magnesiumkalk. Dass dieser in Form eines feinen Granulats ausgebracht wird, hat einen gewichtigen Vorteil: Zu feiner Staub würde sich gerade bei Wind unkontrolliert verteilen. Die Kalkung kostet das Forstamt Burgwald rund 48 000 Euro.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Mittwoch, 9. März

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