Kampf gegen Krebs

Hündin gab Bettina Kuhlmann aus Rosenthal wieder Lebensmut

Beim Autofahren tragen sie stets Schutzbrillen: Rüde „Little Goldcrest Armstrong“ (links) nimmt ebenso wie Mutter Christi (Geraldine von der Feuerlilie) an nationalen und internationalen Rassehundeschauen teil. Bettina Kuhlmann ist stolz auf ihre Vierbeiner. Foto: Daum

Rosenthal. Bettina Kuhlmann aus Rosenthal litt an Krebs und wusste nicht mehr, wie es weitergehen sollte. Dann bekam sie Hündin „Christi“, die ihr Mut für den Kampf gegen die Krankheit gab.

Heute geht es der 49-Jährigen wieder gut, was auch damit zusammenhängt, dass sie zusammen mit ihrer treuen Begleiterin viele Erfolge erzielt hat.

Christi und Bettina Kuhlmann haben in den zurückliegenden Jahren zahlreiche Preise auf diversen nationalen und internationalen Rassehundeausstellungen gewonnen

Rückblick: Es ist etwa 15 Jahre her, da war Bettina Kuhlmann als Aupair-Mädchen in England. Dort machte sie erstmals Bekanntschaft mit der britischen Hunderasse „Cavalier King Charles Spaniel“. Im Jahr 2005, als es nicht gut um sie stand und sie an Krebs litt, erfüllte sie sich ihren Traum. „Wir sind in die Nähe von Zwickau gefahren, damals musste ich wegen der Krankheit noch einen Mundschutz tragen. Wir haben dort bei einer deutschen Züchterin der Cavalier-Rasse unsere Christi gesehen und sie später nach Rosenthal geholt“, sagt die 49-Jährige.

Durch die Hündin, deren vollständiger Name „Geraldine von der Feuerlilie“ ist, habe sie wieder Mut gefasst, um weiter gegen den Krebs zu kämpfen. Heute gehe es ihr sehr gut: „Ich habe die Krankheit überwunden“, sagt sie. Dass ihre geliebte Hündin dazu noch eine erfolgreiche Karriere als mehrfach ausgezeichneter Rassehund hinlegen würde, war der Rosenthalerin damals noch nicht klar.

Wenige Wochen nachdem Bettina Kuhlmann Christi zu sich geholt hatte, nahm sie mit ihr an der ersten internationalen Schau in Gießen teil. Neben Christi gingen 15 Hündinnen in der Jugendklasse an den Start. „Ich war Gott sei dank nicht die erste, die mit Christi etwas vorführen musste und konnte mir daher etwas von den Vorgängern abschauen.“

Wie bei allen Schauen üblich, schaut der Richter, ob der Hund eine gute Oberlinie besitzt. „Geprüft wird auch, ob die Kniescheibe okay ist und die Ohren richtig angesetzt sind. Die Maske, also das Gesicht, muss richtig gezeichnet und die Zehen müssen in Ordnung sein. Der Hund muss sich gut bewegen können, er darf nicht schleichen oder ähnliche Probleme haben“, so Kuhlmann. „Er muss eben ein freundliches Wesen haben.“

Bei der Schau in Gießen belegte die Rosenthalerin mit Christi den zweiten Platz. Kuhlmann: „Ich habe vor Freude geweint und direkt die Züchterin angerufen. Die sagte zu mir: Ich bin so froh, dass Christi bei euch gelandet ist.“ Bettina Kuhlmanns Mutter Inge Rühl ergänzt: „Die Züchterin wollte uns den Hund erst gar nicht geben, weil Bettina so krank war und sie Angst hatte, dass etwas passieren könnte. Heute ist Christi das Aushängeschild der Züchterin.“

Nach Gießen folgten dann auch zahlreiche Siege bei nationalen und internationalen Schauen.

Quelle: HNA

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