Bürgermeisterwahl in Battenberg

Huft kann sich Kandidatur vorstellen

Battenberg - Wahlunterlagen sind längst noch nicht erhältlich, doch sechseinhalb Monate vor der Bürgermeisterwahl stellen sich die Battenberger bereits die Frage, wer noch in den Wettstreit um den Rathaus-Chefsessel einsteigt. Hans-Peter Huft (CDU) könnte sich eine Kandidatur vorstellen, Georg Röse (SPD) eher nicht.

Einzig Reiner Arnold aus Berghofen hat bislang angekündigt, als unabhängiger Kandidat anzutreten (FZ berichtete). Die Fraktionen im Stadtparlament lassen sich mehr Zeit.

Ein Name, der in der Stadt immer wieder im Zusammenhang mit der Wahl fällt, ist Hans-Peter Huft. „Ich stünde zur Verfügung, wenn die CDU das will“, sagte er der FZ. „Wenn man sich kommunalpolitisch engagiert und die Stelle des Verwaltungschefs wird frei, muss man sich damit beschäftigen.“ Die CDU habe einen Findungsausschuss eingerichtet, dem er selbst nicht angehöre. Dessen Entscheidung wolle er abwarten. „Wenn ich antreten sollte, wäre es mir wichtig, auch andere Fraktionen mit ins Boot zu nehmen.“ Ziel eines jeden Kandidaten müsse es sein, eine breite Mehrheit hinter sich zu haben. Die Gerüchte kennt er: „Es ist in der Tat so, dass ich häufig genannt werde.“ Huft sitzt für die CDU in der Stadtverordnetenversammlung.

Die Findungskommission der CDU tage am 18. November, berichtete Uwe Weiß, Vorsitzender des CDU-Stadtverbands. Angesichts des frühen Zeitpunkts sei noch „alles offen“, sagte er. Die CDU werde auch mit anderen Fraktionen Gespräche führen und sich Zeit lassen: „Wir gehen da nicht kopflos rein.“

Georg Röse von der SPD schließt eine eigene Kandidatur zwar nicht kategorisch aus - Bedingung dafür wäre aber, einen Übergang hin zu einer noch intensiveren Zusammenarbeit zwischen den Kommunen bis hin zu einer Fusion, wie sie vor einigen Jahren Battenbergs Bürgermeister Heinfried Horsel und der damalige Hatzfelder Rathauschef Uwe Ermisch erarbeitet hatten.

Dafür sieht Georg Röse aber derzeit wenig Chancen. „Das halte ich nicht für besonders realistisch, auch wenn ich das persönlich sehr bedaure.“ Er will deshalb als Ehrenamtlicher weiterarbeiten - Röse ist Erster Stadtrat und damit stellvertretender Bürgermeister. Die SPD habe ebenfalls eine Gruppe gebildet, um „die Situation zu sondieren“ und mit anderen Fraktionen zu sprechen. „Wir sind da sehr gesprächsbereit.“ Ob die SPD einen eigenen Kandidaten aufstellt oder nicht, sei noch nicht entschieden.

Bei der Bürgerliste Battenberg gebe es noch „keine konkreten Aktivitäten“, sagte Günter Wack. Seine Fraktion werde Gespräche auch mit den anderen Parteien führen, „um dann zu entscheiden, was die Bürgerlichen tun werden oder welchen Kandidaten die Bürgerliste unterstützen wird“. Die Bürgerlisten hatten zusammen mit der FDP 1996 die Kandidatur von Heinfried Horsel unterstützt. Damals seien aus dem ganzen Kreis Kandidaten gesichtet worden, sagte Robert Paulus, Fraktionschef der Bürgerliste Laisa/Frohnhausen/Berghofen.

Ob auch diesmal so verfahren werde, bleibe abzuwarten. Er schloss aber auch nicht aus, einen „geeigneten Kandidaten aus dem Stadtgebiet“ zu unterstützen. Man werde in jedem Fall mit den anderen Fraktionen sprechen, sagte Robert Paulus. Und auch in Dodenau hat die Bürgerliste noch nicht weiter beraten, wie verfahren wird. Nach der Einschätzung von Stadtrat Norbert Specht werde man sich wohl nicht um einen eigenen Kandidaten bemühen - „aber das müssen wir erst mal abwarten“, ebenso wie die Frage, ob ein anderer Kandidat unterstützt werde.

Die Wahl in Battenberg findet am 25. Mai 2014 statt. Sollte eine Stichwahl nötig werden, folgt sie am 8. Juni.

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