Unbekannter wirft Hund in die Lorfe in Altenlotheim

Hund rettet Welpen vor dem Ertrinken

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Frankenberg-Schreufa - Der kleine Hund "Floh" sollte kurz vor Weihnachten sterben. Jemand hat den Welpen in einen Plastiksack gesteckt und in Altenlotheim in die Lorfe geworfen. Sicherheit hat der Yorkshire-Mix nun im Tierheim gefunden.

Der kleine „Floh“ kuschelt sich schüchtern an Anke Borrmann, will gar nicht von ihrem Arm. Nur manchmal hebt er vorsichtig den Kopf und schaut sich um. „Floh“ ist ein kleiner Hund, gerade vier Monate alt - und hat schon schreckliches erlebt: Jemand hat ihn in einen Plastiksack gesteckt und in die Lorfe in Altenlotheim geworfen. „In der Plastiktüte waren Löcher, damit sie schneller vollläuft“, erzählt Tierheimleiterin Barbara Wachtendorf.

Der kleine Yorkshire-Mix hatte Glück: Der Sack blieb an einem Ast hängen, ging nicht unter und wurde von einem anderen Hund gefunden. Dessen Besitzerin rettete den kleinen „Floh“ und nahm ihn mit nach Hause ins Warme.

Sein Körbchen, in dem "Floh" tagsüber im Tierheim liegt, verlässt der Kleine nicht. „Er ist ja noch ein Baby, aber er zeigt ein völlig untypisches Verhalten für einen Welpen.“ Kaum Neugier, kein aufgeregtes Schnüffeln und Erkunden der Umgebung. „Wir wissen ja auch nicht, was er erlebt hat, bevor er in die Lorfe geworfen wurde“, sagt Wachtendorf. Klar ist allerdings: Der kleine Hund wurde frisch gechipt. Registriert ist das Tier nicht - dennoch hofft das Team, über die Chipnummer Hinweise auf den Besitzer zu bekommen.

Dafür, dass jemand seinen Hund in den Fluss wirft, haben die Mitarbeiter des Tierheims kein Verständnis: „Tiere können hier jederzeit abgegeben werden“, sagt Wachtendorf. Gerade kleine Hunde seien innerhalb von wenigen Tagen an neue Besitzer vermittelt.

Dennoch erleben die Mitarbeiter viel - kümmern sich um unerzogene, vernachlässigte oder schlecht behandelte Tiere. „Deswegen tut es auch weh, dass ‚Floh‘ so viel Aufmerksamkeit bekomme, denn wir haben hier zehn weitere Hunde, die genauso viel Aufmerksamkeit und ein schönes Zuhause verdient haben“, sagt Wachtendorf. Da sei etwa der Appenzeller-Goldendoodle-Mix Teddy. „Er hat nach einem Kind geschnappt. Das muss ich Interessenten sagen“, erklärt Wachtendorf. Dabei sei der Hund von dem Kind, nachdem es geschnappt habe, an den Ohren und am Schwanz gezogen worden. Teddy hat damit trotzdem einen Makel.

Die ganze Geschichte um den kleinen Welpen lesen Sie am Donnerstag in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger Zeitung.

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