Appell von Bürgermeister Rüdiger Heß

Hundekot auf öffentlichen Flächen: „Egoistisch und unsozial“

Tretmine: Auch in Frankenberg beseitigen laut Stadtverwaltung viele Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Tiere nicht.

Frankenberg. In Frankenberg gibt es offenbar ein Problem mit Hundekot auf öffentlichen Flächen. Deshalb appelliert Bürgermeister Rüdiger Heß an die Hundehalter, die Entsorgung der Hinterlassenschaften ihrer Tiere ernst zu nehmen.

„Ich bin eigentlich erschüttert, dass ich immer wieder auf eigentlich selbstverständliche Verhaltensweisen hinweisen und an das Sozialverhalten von Hundebesitzern appellieren muss“, sagte er in einer Pressemitteilung.

Das Hundekot-Problem sei beim ersten inklusiven Faschingsumzug in Frankenberg am Rosenmontag wieder deutlich geworden, teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit. Der Landratsgarten, in dem der Karnevalsfestzug der Schüler seinen Abschluss fand, sei „mit Tretminen übersät“ gewesen. „Das war wirklich unschön“, berichtete Evelin Jacobs vom Familienbüro, die den Karnevalszug mitorganisiert hatte. „Die Teilnehmer hatten mitunter ihre liebe Not, eine Stelle zu finden, an der sie nicht in Kot treten mussten.“

„Es gibt viele, die sich vorbildlich verhalten und die Hinterlassenschaften ihrer Hunde entsorgen. Die von der Stadtverwaltung ausgegebenen Hundekotbeutel werden sehr gut nachgefragt“, betonte der Rathauschef und dankte all jenen. Aber offensichtlich gebe es immer noch eine Reihe rücksichtsloser Hundebesitzer, die öffentliche Grünflächen als Toilettenanlage für ihre Vierbeiner an sehen. „Das ist eine egoistische und zutiefst unsoziale Grundhaltung, die einem Menschen in unserer modernen Gesellschaft nicht gut zu Gesicht steht“, merkte Heß an.

Die Nachwirkungen dieser Haltung zeigten sich dann, wenn wie aktuell andere Menschen die öffenltichen Flächen zum Feiern nutzen wollen. „Hundetoilette und Festwiese, das passt einfach nicht zusammen“, stellte der Bürgermeister klar.

Dabei könnte es so einfach sein: Wenn alle, die mit ihren Hunden Gassi gehen, die Hinterlassenschaften entfernen, würde anschließend auch keiner in den Kot hineintreten. Heß verwies dazu nochmals auf die beim Bürgerbüro der Stadtverwaltung erhältlichen kostenlosen Tüten zur Aufnahme von Exkrementen und betonte auch den Bußgeldtatbestand. „25 Euro kostet das Liegenlassen von Hundekot“, stellte der Bürgermeister als Ortspolizeibehörde klar. Heß: „Diejenigen Hundebesitzer, die sich nicht an diese eigentlich selbstverständlichen Regeln halten, müssen das richtige Sozialverhalten dann eben über Bußgelder oder auch über private Anzeigen nahegebracht bekommen.“

Der Bürgermeister habe vor dem Hintergrund der massiven Verunreinigung des Landratsamtsgartens das städtische Ordnungsamt angwiesen, diesen Bereich besonders zu kontrollieren. Und an die Bürgerschaft allgemein richtet er den Appell, bei Beobachtungen hinsichtlich des Liegenlassens von Hundekot die Hundehalter anzusprechen und auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen. (nh/jpa)

Quelle: HNA

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