Hundert Kinder bei Ferienspielen der Stadtjugendhilfe Frankenberg

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Spaß bei den Ferienspielen

Frankenberg. Fast hundert Kinder nehmen an den Ferienspielen der Stadtjugendhilfe Frankenberg teil. Sie haben viel Spaß. Das liegt auch daran, dass die jugendlichen Betreuer wissen, was die Kinder wollen.

Ida Reinhard beißt sich auf die Unterlippe. Mit einem Stechbeitel bearbeitet sie ein Stück Holz, das fest in die Werkbank eingespannt ist. Am Ende soll daraus ein Kunstwerk werden. Aber zuerst muss Ida den Stamm von der Rinde und kleinen Ast-Ansätzen befreien. Ida ist eines von 95 Kindern, die an den Ferienspielen der Stadtjugendhilfe Frankenberg teilnehmen.

Seit 1986 bietet die Stadt Schulkindern bis zwölf Jahren ein abwechslungsreiches Programm an. In der Ortenbergschule spielen und basteln sie unter der Anleitung von 25 Betreuern. Nur zwei davon sind hauptamtliche Mitarbeiter der Jugendhilfe: Leiterin Heike Höhl und Michail Dornes. Die übrigen Betreuer sind Jugendliche zwischen 15 und 20 Jahren. Zwei Wochen arbeiten sie bis zu neun Stunden täglich.

Dazu kommen mehrere Vorbereitungstreffen. Sie betreuen die Gruppen, kümmern sich um 32 Kinder, die schon um 8 Uhr kommen, und kochen das Essen - selbst vegetarische und laktosefreie Gerichte stehen auf dem Speiseplan.

Hundert Kinder bei Ferienspielen der Stadtjugendhilfe Frankenberg

Für all das bekommen die Jugendlichen kaum mehr als ein Taschengeld. "Die machen hier einen ganz großen Job. Und viele haben noch überhaupt keine Berufserfahrung", sagt Höhl voller Respekt vor diesem Engagement. Viele der heutigen Betreuer haben früher selbst an den Ferienspielen teilgenommen. Sie wissen, worauf es ankommt. Was den Kindern Spaß macht. Entsprechend gut ist die Stimmung in den Klassenzimmern der Ortenbergschule, die für die Ferienspiele kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Jedes Kind besucht wie Ida Reinhard die Holzwerkstatt. Auch ein Schwarzlicht- und ein Erlebnissportprojekt stehen für alle auf dem Plan. Ansonsten geht es ganz nach den Wünschen der Kinder. Sie basteln Indianer-Schmuck, spielen Minigolf, mixen Cocktails, wandern nach Schreufa und unternehmen zum Abschluss eine Stadtrallye. Ihre Betreuer wissen eben, was den Kindern Spaß macht. Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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