Gemünden

„Ich habe einfach nur funktioniert“

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- Gemünden (da). Was ein Familienvater aus Gemünden am Dienstag durchlebte, ist der Albtraum aller Eltern. Doch sein kleiner Sohn hatte Glück: Mehrere Umstände retteten ihm das Leben – und ein Schutzengel namens Christoph Kodym, einem ausgebildeten Rettungsassistenten.

Gemünden. „Ich habe ihn mitten in der Wohra mit dem Kopf nach unten treiben sehen. Ein solches Bild geht nicht mehr aus dem Kopf.“ Der Vater des kleinen Jungen kann die Geschehnisse vom Dienstagnachmittag noch immer nicht so richtig fassen.

Der Mann verbrachte einige Zeit mit drei seiner Kinder, seinem Nachbarn Christoph Kodym und dessen beiden Kindern auf dem Kunst- und Erlebnispfad nahe der Gemündener Reithalle. Eine Bekannte mit zwei weiteren Kindern stieß wenig später hinzu. Die Kids beschäftigten sich mit den Spielgeräten, die Erwachsenen unterhielten sich – hatten aber immer auch mehrere Augen auf die Kleinen gerichtet. Bis auf einen kurzen Augenblick.

Auf einmal war das jüngste Kind, ein zweijähriger Junge, weg. Der Vater bemerkte das Verschwinden schnell. „Ich sah, wie er los ging, auf einmal rannte und in die Wohra sprang“, erinnert sich Christoph Kodym an die Ereignisse am Dienstag. „Ich bin sofort hinterher gerannt.“ Da hatte der Vater den Kleinen schon aus der Wohra gezogen. „Der Junge war leblos. Ich habe sofort angefangen, ihn zu beatmen“, erklärt Kodym.

Der Vater, der namentlich nicht genannt werden möchte, kann die Bilder nicht vergessen. „Er lag regungslos mit dem Kopf nach unten im Wasser. Das Bild war grausam, so was brennt sich ein.“ Wie es passierte, kann sich keiner der Männer erklären: Das Ufer ist am Kunst- und Erlebnispfad übersichtlich, drei Erwachsene und sechs andere Kinder waren da. Trotzdem fiel der Zweijährige unbeobachtet und ohne hörbare Geräusche in die Wohra.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Donnerstag, 3. März.

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