Somplar

Ideen für „lebendige Mitte“ sammeln

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- Bromskirchen-Somplar (sg). Die Bürger aus Somplar gehen das größte öffentliche Vorhaben der Dorferneuerung an: die Gestaltung des Dorfmittelpunktes. Drei Arbeitsgruppen wurden beim Infoabend am Dienstag gebildet, um die Planungen zu begleiten.

Es ist das größte öffentliche Vorhaben der Dorferneuerung: die Schaffung eines neuen Dorfmittelpunktes „Am Kamp“ mit dem programmatischen Namen „lebendige Mitte“. Er soll ein zentraler Treffpunkt werden, an dem es regelmäßig einen Markt gibt, um die Grundversorgung zu verbessern und Menschen ohne Auto die Möglichkeit zum Einkaufen zu bieten. Dieses erste Projekt solle noch dieses Jahr umgesetzt werden, sagte Bürgermeister Karl-Friedrich Frese am Dienstag. Er erinnerte daran, dass die „WI-Bank“ der Gemeinde für ihre Vorhaben ein Investitionsvolumen von 600 000 Euro bewilligt habe, „das ist eine gewaltige Summe“.

Für die Herrichtung des Fachwerkhauses „Am Kamp“ als „Markttreff“ stünden bis zu 300 000 Euro bereit, für den davor liegenden Dorfplatz und den Spielplatz 210­ 000 Euro und für die beiden anderen Projekte Friedhof und Jugendhaus am Sportplatz 50 000 Euro. Bernd Wecker vom Planungsbüro „Bioline“ erinnerte an das Dorfentwicklungskonzept, in dem das Projekt verankert ist. Wie soll der neue Mittelpunkt aussehen? Und welche Angebote soll es geben? Wie wird das Haus genutzt, das die Gemeinde gekauft hat? Diese Fragen sollen die Arbeitsgruppen klären. Sie sollen Ideen und Wünsche der Somplarer sammeln und die Planungen begleiten.

Die Arbeitsgruppe „Markttreff“ kümmert sich um die künftige Nutzung des Fachwerkhauses „Am Kamp“. Die Leitung hat die Marienhagener Architektin Ute Friedrich, die mit „Bioline“ zusammenarbeitet. Erstes Treffen ist am morgigen Freitag um 10 Uhr am Haus.Die Arbeitsgruppe „Freigelände“ sammelt Ideen für die Neugestaltung des Spielplatzes „Am Kamp“ und für die Anlage des Dorfplatzes. Die Leitung hat der Gemündener Landschaftsarchitekt Wolfgang Glöde, der sich Teilnehmer „aus allen Schichten“ wünscht. Sie hätten mit ihren Vorschlägen die Chance, den Platz für die nächsten 25 Jahre zu gestalten, „Sie müssen bestimmen, und Sie sollen ihn nutzen.“ Erstes Treffen ist am Freitag, 18. Februar, um 16 Uhr am Platz.Die Arbeitsgruppe „Organisation“ entwickelt Ideen, wie der Mittelpunkt mit Leben gefüllt wird und wie der Markt aussehen könnte. Die Leitung haben Bernd Wecker und Julia Dörnbach vom Büro „Bioline“. Wecker wünschte sich Vertreter aller Vereine und die Somplarer Gastwirte als Mitstreiter. Weitere Interessenten können zu den Gruppen stoßen. Wecker betonte, dass stets alle zu den Treffen willkommen seien.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 3. Februar

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