Geschäftsklimaindex steigt auf 133 Punkte

Im Handwerk brummt es: Konjunktur laut Herbst-Umfrage auf Allzeithoch

+
In der Backstube in Sachsenberg: Mitarbeiterin Jenny Bubenheim-Höh und Bäckermeister Dirk Weber.

Lichtenfels-Sachsenberg. Beim Handwerk in Nord-, Ost- und Mittelhessen läuft es prächtig. Das dürfte auch 2018 so bleiben. Die Handwerkskammer Kassel hat am Freitag die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage bei einer Pressekonferenz in der Bäckerei Weber in Sachsenberg vorgestellt.

Konjunkturbericht der Handwerkskammer Kassel: (von links) Bäckermeister Dirk Weber, Gerhard Brühl, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Kreishandwerksmeister Ulrich Mütze sowie Hauptgeschäftsführer Jürgen Müller und Vizepräsident Johannes Schwarz von der Handwerkskammer Kassel.

Demnach ist der Geschäftsklimaindex, der die Lage und die Erwartungen in den 860 befragten Betrieben abbildet, auf einen neuen Bestwert gestiegen. „Das Handwerk bleibt auf Wachstumskurs“, sagt Johannes Schwarz, Vizepräsident der Handwerkskammer Kassel. Die Umsätze seien weiter gestiegen und die Auftragsbücher voller als je zuvor. 

Der Geschäftsklimaindex steigt auf ein Herbst-Allzeithoch von 133 Punkten. Gute Geschäfte 86,5 Prozent der Befragten sind mit der Konjunktur zufrieden, knapp die Hälfte bewertet die derzeitige Geschäftslage als gut. „Das gute Konsumklima und anziehende Investitionen, auch der öffentlichen Hand, geben der Konjunktur immer neuen Rückenwind, besonders das Baugewerbe profitiert davon. Das Kfz-Gewerbe hinkt dem allgemeinen Trend allerdings hinterher“, berichtet Schwarz. 

Gute Auftragslage

Die Auftragslage in den Betrieben kann sich sehen lassen: Der Auftragsbestand reicht durchschnittlich noch fast neun Wochen in die Zukunft, im Baugewerbe sogar zehn Wochen. Die Auftragseingänge waren ebenfalls über alle Branchen hinweg höher als noch vor einem Jahr. 

Nach oben gehen auch die Umsätze: 23 Prozent der Befragten haben gegenüber dem Sommerquartal Umsatzsteigerungen verbucht, bei weiteren 57 Prozent entsprachen sie den Vorquartalswerten. Die Produktionskapazitäten sind gut ausgelastet, besonders viele Betriebe im Baugewerbe arbeiten am Anschlag. 

Die Auslastung im Gesamthandwerk lag bei durchschnittlich 79 Prozent. Ein Drittel der Betriebsinhaber sprach sogar von Vollauslastung, heißt es. 

Mehr Personal eingestellt 

Die guten Entwicklungen haben dafür gesorgt, dass die Handwerksbetriebe im Herbst mehr Personal eingestellt haben. Immerhin 13 Prozent der Befragten haben ihre Belegschaft aufgestockt, während 80 Prozent ihren Personalstamm gehalten haben. „Möglicherweise wären die Beschäftigteneffekte noch positiver gewesen, wenn die Betriebe geeignetes Personal gefunden hätten“, sagt Johannes Schwarz.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare