Allendorf: Zweiter Regionaltag in Burgwald und Ederbergland

Impulse für Entwicklung der Region

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Stefan Schulte, Claus Junghenn und Kai-Uwe Spanka (von links) freuen sich auf den Regionaltag der Region Burgwald-Ederbergland am Freitag, 16. November, in Allendorf.Foto: Mark Adel

Allendorf (Eder) - Eine ungewöhnliche "Mitfahrzentrale" und ein Kaminofen mit Warmwasser-Erwärmung sind zwei der Projekte, die während des Regionaltags vorgestellt werden. Etwa 25 Projekte aus Burgwald und Ederbergland werden am Freitag ab 15 Uhr beim Regionaltag in Allendorf vorgestellt. Sie wurden seit dem vergangenen Regionaltag im Jahr 2010 über das europäische Leader-Programm gefördert.

„Wir erhoffen uns vom Regionaltag neue Impulse für die weitere Entwicklung der Region“, sagt Regionalmanager Stefan Schulte von der Region Burgwald-Ederbergland.

Er möchte beim „Markt der Projekte“ zeigen, dass nicht nur Kommunen und große Unternehmen, sondern vor allem Projekte von Bürgern oder Existenzgründern unterstützt werden, die die Region voranbringen. Mit neuen Produkten und Dienstleistungen würden Arbeitsplätze entstehen.

Erstmals wird in der Öffentlichkeit der neue Ofen „Xeoos aqua“ gezeigt, ein Kaminofen mit Warmwasserentkopplung der Firma Specht aus Reddighausen. „Auf dieses Produkt sind wir in unserer Region besonders stolz“, sagt Stefan Schulte. „Diese innovative Technologie nutzt den heimischen Brennstoff Holz für Raumwärme und Warmwasser, Erhitzung auf besonders umweltfreundliche und effiziente Art und Weise.“ Weitere Maßnahmen gehören in die Bereiche Arbeitsplatzschaffung im Gesundheitssektor, Verbesserung der Grundversorgung, des Qualitätswandertourismus sowie Kultur. „Diese Form der Präsentation hat bereits vor zwei Jahren auf dem ersten Regionaltag in Rosenthal viele Besucher beeindruckt“, sagt der Vorsitzende der Region Burgwald-Ederbergland. „Wir freuen uns, dass auch in Allendorf wieder viele Antragsteller persönlich anwesend sind, um Rede und Antwort zu stehen.“ Im zweiten Teil der Veranstaltung werden passend zum Motto „Bürger gestalten Zukunft“ erfolgreiche Bürgerprojekte präsentiert. Dazu zählen der neue Dorfladen in Bromskirchen, der „Bunker der Geschichte“ in Burgwald, die Bürgerenergiegenossenschaft Ederbergland sowie die Nahwärmegenossenschaft Schönstadt.

Die Vielzahl der Projekte aus dem Ederbergland sei „ein weiteres Zeichen dafür, dass der Beitritt der Gemeinden des oberen Edertals zur Region Burgwald-Ederbergland richtig war“, sagt Allendorfs Bürgermeister Claus Junghenn. In der seit 2007 bestehenden Mitgliedschaft habe Allendorf profitiert. „Die vielen von Bürgern getragenen Projekte zeigen, wie Menschen ihre Zukunft selber gestalten können. Der Regionaltag ist eine gute Möglichkeit, das nach außen zu tragen.“

Am Regionaltag können die Besucher nicht nur Projekte kennenlernen, sondern auch die Zukunft mitgestalten. Dazu geben vier Seminare neue Impulse für die Regionalentwicklung. Besonders vielversprechend ist aus Sicht von Schulte, Junghenn und Spanka der Workshop „flinc - sicher auf dem Lande mobil“, in dem ein innovatives Konzept zur Vermittlung von Mitfahrmöglichkeiten auf dem Land vorgestellt wird. Mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg läuft derzeit ein Modellprojekt in der Leader-Limes-Region. Nach Ansicht von Stefan Schulte könnte es auch für Burgwald und Ederbergland interessant sein. In Workshops soll diskutiert werden, ob „flinc“ auch für den heimischen Raum mit Leader-Mitteln angeschoben werden könnte.

„Genossenschaftlich gegen Leerstand“ so lautet der Titel des zweiten Workshops. In der hessischen Gemeinde Felsberg haben sich Bürger zusammengeschlossen, um neue Wege zu finden, wie der Leerstand in der Innenstadt überwunden werden kann.

Um Leerstand und demografischen Wandel geht es auch in dem Workshop „Zukunftssicherung Battenberg“. Dabei hat der von Bürgern erstellte Masterplan für Battenberg Vorbildcharakter für andere Orte in Hessen. Geleitet wird der Workshop von Prof. Dr. Alexander Eichenlaub, der das Modellprojekt begleitet hat.

Schließlich zeichnet Norbert Panek die Chancen des Geoparks „GrenzWelten“ für den Tourismus auf. Der Projektleiter des Geoparks „GrenzWelten“ vom Landkreis Waldeck-Frankenberg wird erstmalig die geotouristischen Konzepte für den Burgwald und das Ederbergland vorstellen. Für eine musikalische Umrahmung sorgt eine Orchestergruppe der Musikschule Fröhlich.

Weitere Informationen zum Regionaltag gibt es im Internet unter www.region-burgwald-ederbergland.de.

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