HNA-Mitarbeiterin Nastasia Sluzalek aus Kirchlotheim bereiste den Staat in Südasisen

Bei indischen Göttern

Jubel und Heiterkeit: Indische Cricket-Fans, die sich die Weltmeisterschaft ansahen. Ihr Land holte schließlich den Titel. Fotos:  sk

Indien/Kirchlotheim. Ich steige aus dem Flugzeug aus, und die Hitze erschlägt mich. In Kirchlotheim war es schließlich noch ziemlich kühl. Nach acht Stunden Flug bin ich angekommen in Mumbai in Indien. Ich möchte meinen Freund, Marius Becker, besuchen, der in Pune, im Nordwesten des Landes ein Auslandssemester macht, und mit ihm Norden und Süden des Landes bereisen.

Mit dem Tuk Tuk, einer motorisierten Rickshaw, fahren wir in ein Hotel in Mumbai. Mein Sitznachbar im Flugzeug, ein Inder, hatte mich vorgewarnt vor dem Dreck in Mumbai. Ich muss lernen, meine europäischen Standards hinter mir zu lassen. Von Mumbai aus fliegen wir in den Süden nach Cochin. Unser Zimmer ist klein, aber sauber. Für fünf bis 20 Euro pro Nacht haben wir ein gutes Zimmer bekommen. Wir folgen den Hotel-Vorschlägen im Reiseführer „Lonely Planet“ oder auf wikitravel.org.

Strandhütten statt Hotels

In Alleppey erkunden wir auf einem Hausboot die Backwaters. Zu zweit, mit Koch und Kapitän, fühlt man sich irgendwie königlich. Weiter geht es nach Goa. Obwohl das Gebiet touristisch ist, befinden sich am Strand von Palolem keine Hotelriesen, sondern kleine Strandhütten.

Unsere Nord-Tour starten wir in Rishikesh. In der Stadt am Ganges, am Fuße des Himalayas gelegen, befinden sich viele Tempel. 13 Stockwerke hat der Swarg Niwas Temple. Die Gläubigen steigen die Treppen hinauf, läuten Glocken und beten zu Götterstatuen, die den Weg hinauf säumen.

Am nächsten Tag nehmen wir auf abenteuerliche Weise Kontakt zum Ganges auf. Auf einem Raftingboot fahren wir ihn hinunter. Unser Bootsführer gibt lautstark Kommandos, das Wasser spritzt mir ins Gesicht. Anschließend geht es nach Haridwar. An der heiligen Badestelle Har Ki Paudi kommen Priester auf uns zu und bieten uns ein Ritual an. Zusammen bitten wir die Götter um ein langes glückliches Leben für uns und unsere Familien. Dann werden wir aufgefordert, eine Spende zu erbringen.

Weiter geht es nach Agra, zum Taj Mahal und von dort nach Jaipur. Kinder möchten, dass ich ein Bild von ihnen mache. Mein Freund hatte mir erzählt, dass sich viele Inder freuen, wenn sie fotografiert werden. Also mache ich es.

In Pushkar machen wir eine Kamelsafari durch die Wüste und reiten dem Sonnenuntergang entgegen. Zurück in Pune erleben wir wie Indien Cricket-Weltmeister wird.

Im größten Slum

Die Menschen drängen sich auf den Straßen und schwenken Fahnen. Nach einer Woche in Pune verbringen wir einen Tag in Mumbai. Wir werden durch den Dharavi-Slum, Asiens größtem Slum, geführt. Menschen arbeiten hier; sie recyceln Plastik, nähen Taschen, backen. In einem anderen Teil des Slums wohnen die Menschen. Es gibt Schulen, ein Kino und ein Krankenhaus. Schließlich lasse ich Indien hinter mir. Die vielfältigen Eindrücke nehme ich mit. Hintergrund

Von Nastasia Sluzalek

Quelle: HNA

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