Ernsthausen

Info-Abend zum Thema Windräder

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- Burgwald-Ernsthausen (apa). Auf Initiative des Ortsbeirats informieren Vertreter des Auftraggebers und des Planungsbüros am Mittwoch, 6. April, ab 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus über die bereits genehmigte Errichtung von vier weiteren Windrädern.

Seit Jahren gibt es Pläne für den Bau weiterer Windkraftanlagen in der Ernsthäuser Gemarkung. Verschiedene Investoren hatten Interesse an den Flächen angemeldet, die vom Regierungspräsidium als sogenannte Windvorrangflächen ausgewiesen wurden. Die Burgwalder Gemeindevertretung hat bereits im Januar vergangenen Jahres mit einer Änderung des Flächennutzungsplans den Weg für höchstens fünf weitere Windräder frei gemacht (FZ berichtete). Allerdings hatte sie Einschränkungen beschlossen: Die Anlagen dürfen maximal 150 Meter hoch sein. Zum Vergleich: Die bereits bestehenden vier „Windenergie­anlagen“ bei Ernsthausen sind 60 Meter hoch.

Während in anderen Regionen in Hessen die Pläne für Windräder auf Eis liegen, weil die Regionalpläne mit den Windvorrangflächen nach einer Klage gestoppt wurden, hat dies in Ernsthausen keine Auswirkungen: Denn dort ist der geänderte Flächennutzungsplan der Gemeinde rechtskräftig. Nun werden die Pläne konkret: Die Baugenehmigungen für vier weitere Windräder sind bereits erteilt. Der Baubeginn ist in den nächsten 14 Tagen vorgesehen, teilte eine Sprecherin der „Windpark Wotan GmbH“ auf Nachfrage der FZ mit.

Die Hamburger Firma ist Bauherr der Anlagen. Das Unternehmen wird in der Ernsthäuser Gemarkung vier zusätzliche Windräder errichten, die deutlich mehr Energie erzeugen sollen als die bestehenden Anlagen. Bei den neuen Windrädern beträgt die sogenannte Nabenhöhe bis zum Generator 105 Meter, die absolute Spitze – also die Gesamthöhe bis zur Spitzenposition eines Rotorblattes in senkrechter Stellung – liegt bei knapp 150 Metern. Damit reizt der Bauherr die festgelegte Maximalhöhe nahezu aus.

Zu den Referenten am Mittwochabend gehört neben Timm Lausen von der auftraggebenden Firma auch Heinrich Ganß vom Projektbüro Inega (Vellmar). Er ist der verantwortliche Projektleiter, der die Vorbereitungen für den Bau der vier Windräder von Beginn an bis zum ersten Spatenstich leitet. Ganß wird das Bauprojekt mit einer Präsentation vorstellen und die geplanten Anlagen sowie die genauen Standorte erläutern.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Freitag, 1. April

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