Innovatives Projekt in Gemünden

+
Gelungenes Projekt: Davon sprechen Gemündens Bürgermeister Frank Gleim (links) und Geschäftsführer Walter Dersch vom Betreiber M&V Contracting. In die Heizzentrale wurde Heiztechnik des Allendorfer Unternehmens Viessmann eingebaut.

Die Mitarbeiter in der Stadtverwaltung, die alten Menschen im DRK-Seniorenheim und auch die Schüler in der Cornelia-Funke-Schule in Gemünden dürfen sich die mollig warmen Hände reiben.

Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Die Stadt und aktuell noch ein rundes Dutzend weiterer Teilnehmer in Gemünden setzen nämlich seit neuestem auf ein ökologisches Nahwärmenetz. Auch das Hotel&Restaurant Hessischer Hof, die Sport- und Kulturhalle und mehrere Privatleute erhalten ihre Wärme jetzt aus diesem neuen ökologischen Netz. Die Mitarbeiter in der Stadtverwaltung, die alten Menschen im DRK-Seniorenheim und auch die Schüler in der Cornelia-Funke-Schule in Gemünden dürfen sich die mollig warmen Hände reiben. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Die Stadt und aktuell noch ein rundes Dutzend weiterer Teilnehmer in Gemünden setzen nämlich seit neuestem auf ein ökologisches Nahwärmenetz. Auch das Hotel&Restaurant Hessischer Hof, die Sport- und Kulturhalle und mehrere Privatleute erhalten ihre Wärme jetzt aus diesem neuen ökologischen Netz.

Download

pdf der Sonderseite Nahwärmenetz in Gemünden

Betreiber dieses Nahwärmenetzes in der Wohrastadt ist die Firma M&V Contracting mit Sitz im Frankenberger Stadtteil Viermünden, eine Tochter des Maschinenrings Waldeck-Frankenberg. Jeweils zu 25 Prozent sind inzwischen auch die Energiegesellschaft Frankenberg (EGF), die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) und auch der Solartechnikhersteller Veltum in Waldeck-Sachsenhausen an M&V beteiligt, dieses Quartett betreibt in der Region noch mehrere Nahwärmenetze – unter anderem in Sachsenhausen. Auch die Mittelpunktschulen in Adorf und Goddelsheim werden inzwischen mit Nahwärme versorgt.

Heizen mit Holz

Das Besondere an der neuen Nahwärmeversorgung in Gemünden: Es wird mit Holz geheizt, die Versorgung der Wärmeabnehmer findet ausschließlich mit erneuerbaren Energien statt – im konkreten Fall mit Holzhackschnitzeln, die aus dem Gemündener Stadtwald gewonnen werden. „Das Projekt fördert die regionale Wertschöpfung, wir heizen umweltfreundlich und kohlenstoffdioxidneutral. Pro Jahr werden für die Anlage 1200 Kubikmeter Holzhackschnitzel benötigt“, erklärt Walter Dersch, der Geschäftsführer vom Betreiber M&V. Und: Die Nutzer brauchen keine eigene Heizungsanlage mehr.

Von Sommer bis Ende vergangenen Jahres wurde für die neue Nahwärme in Gemünden gebaggert und gebuddelt – einen Meter tiefe und 80 Zentimeter breite Gräben wurden gezogen und später wieder zugemacht, über eine Länge von insgesamt 1200 Metern wurden Wärmeleitungen verlegt.

„Die Arbeiten gingen reibungslos über die Bühne“, berichtet Walter Dersch. Schon im November konnten die ersten Teilnehmer energieeffizient mit Wärme versorgt werden, inzwischen wurden auch die letzten Abnehmer an die Nahwärme angeschlossen – damit konnte das Projekt nun offiziell präsentiert werden. Das Herzstück der Nahwärmeversorgung ist die Heizzentrale in unmittelbarer Nähe der Turnhalle Dietrichskehle. Dort wird die mollige Wärme produziert, das Allendorfer Unternehmen Viessmann lieferte dafür die Heiztechnik in Form von zwei Heizkesseln.

Ein gelungenes Projekt

Auch ein sogenannter Spitzenlastkessel für Heizöl wurde in die Heizzentrale eingebaut. „Der wird dann genutzt, wenn es besonders kalt ist und die beiden Holzkessel ausgelastet sind“, erklärt Geschäftsführer Dersch: „Unsere Kunden sollen es immer mollig warm haben.“ Auch die Gesamtkosten für das Projekt nannte Dersch: eine Million Euro. 700 000 Euro wurden über einen Kredit finanziert, in Höhe von 200 000 Euro gab es Zuschüsse, weitere 100 000 Euro wurden in Form von Eigenkapital beigesteuert. Mit weiteren Privatleuten, die sich an das Nahwärmenetz anschließen wollen, laufen aktuell noch Gespräche.

„Bei dem Projekt war besonders wichtig, dass auch die öffentlichen Träger wie der Landkreis und die Stadt Gemünden und auch das Rote Kreuz als Vorreiter voll mitgezogen haben“, freut sich der M&V-Geschäftsführer: „Es hat keiner gezögert.“ Auch Gemündens Bürgermeister Frank Gleim ist von der neuen Nahwärme in seiner Stadt begeistert: „Ein sehr gelungenes Projekt.“ (mjx)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.