Frankenberg

Inox liefert Wände an Mercedes

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- Frankenberg (da). Stolz präsentieren die Hersteller aus dem Mutterland des Automobils derzeit in Detroit ihre neuen Entwicklungen. Der aufwendige Messestand von Mercedes wird von Wänden aus Frankenberg umrahmt.

Die Motorshow in Detroit ist zurzeit Plattform für Studien und aktuelle Modelle der Autoindustrie – und die deutschen Konzerne sind besonders stark vertreten. Natürlich auch Mercedes. Doch wenn sich alle Augen auf C-Klasse, SLK und Co. richten, dann gehen­ die Blicke unweigerlich auch auf ein Produkt made in Frankenberg. Denn die Wandoberfläche des Messestandes hat die Firma Inox Schleiftechnik im Unternehmenspark Nord hergestellt. Mercedes-Chef Dieter Zetsche selbst hat die Aluminiumfläche der Frankenberger Firma geprüft. Es handelt sich dabei um Aluminiumplatten mit tiefen, durchgehenden Linien. „Hairline“ haben die Schleifspezialisten diese Art der Oberflächenbearbeitung genannt – zu Deutsch Haarlinie.

Der Ausdruck beschreibt die Struktur des bearbeiteten Aluminiums mit feinen, aber deutlich sichtbaren Rillen. Im Sommer 2010 trat ein Architektenbüro, das die Mercedes-Messestände gestaltet, an die Inox-Geschäftsführer Klaus Blaschke und Halil Alpaslan heran. Der Auftrag: Die Wand des Messestandes soll aus Aluminium bestehen, um möglichst sportlich und modern zu wirken. Alpaslan und Blaschke erarbeiteten mehrere Muster. Zetsche begutachtete den Endvorschlag, wünschte schließlich eine noch grobere Oberfläche – für Inox kein Problem. Die Rillen sind auch aus größeren Entfernungen noch gut erkennbar.

Das Architekturbüro beauftragte daraufhin drei große deutsche Messe­baufirmen mit dem Aufbau der Mercedes-Präsentationen für mehrere Messen. Inox hatte den Fuß schon in der Tür, denn die Architekten empfahlen für die Ausführung das Unternehmen.Um die Messewände zu bauen, rüstete Inox eine vorhandene Maschine um. „Unser Vorteil gegenüber Mitbewerbern ist, dass wir die Werkzeuge selbst bauen“, erklärt Klaus Blaschke. Körner schleifen die Oberfläche. Je höher der Druck ist, desto tiefere Rillen entstehen. Die Wände werden bei den Messen in verschiedenen Farben angestrahlt, auch Produktfilme sind darauf zu sehen.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Freitag, 14. Januar

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