VdK an der Nordsee

Die Inselwelt und alte Städte erkundet

+
Die typisch norddeutsch-hanseatische Architektur – etwa in Friedrichstadt – beeindruckte die Reisegruppe aus Reddighausen, Holzhausen und Eifa.

Hatzfeld/Husus - Die Nordseeluft schnuppern, am Meer spazieren gehen, den Wind spüren, einkehren und sich verwöhnen lassen: Mitglieder des VdK aus Reddighausen, Holzhausen und Eifa waren in Husum und Umgebung zu Besuch.

Vom Zentrum Husums aus haben Mitglieder des VdK-Ortsverbands Reddighausen-Holzhausen-EifaSchleswig-Holstein erkundet. Am Tag nach der Anreise in Husum erkundete die Gruppe die lebendige Hafenstadt an der Nordsee. Sie ist das Tor zur nordfriesischen Insel- und Halligwelt. Die Heimatstadt des Dichters Theodor Storm liegt direkt am Unesco-Weltkulturerbe Wattenmeer. Der Binnenhafen mit seinen Cafés, Restaurants und Geschäften lud zum Bummeln und Verweilen ein. Am Marktplatz beeindruckte der Tine-Brunnen, das heimliche Wahrzeichen, direkt vor der St.-Marien-Kirche sowie die imposanten Giebelfronten alter Kaufmannshäuser. Als „Stadt mit Weitblick“ hat sich Husum einen Namen in der regenerativen Energiewirtschaft gemacht.

Ein Tagesausflug führte die Teilnehmer während ihrer Reise auf die Nordsee-Halbinsel Eiderstedt. Dort besuchten sie St. Peter-Ording, Deutschlands größtes Seebad. Wahrzeichen sind die Pfahlbauten am rund zwölf Kilometer langen Strand. Abschluss dieses Tagesausflugs war die Besichtigung des Eidersperrwerks bei Tönning an der Mündung der Eider in die Nordsee. Während der Rundfahrt erfuhr die Gruppe einiges über das Leben der Küstenbewohner und den Deichbau.

Einen Tag verbrachten die Nordhessen auch auf der Hallig Hooge: Per Bus ging es zunächst nach Schlüttsiel zu einem kleinen Fährhafen. Von dort gelangten sie per Schiff durch das Wattenmeer zur „Königin der Halligen“. Zu Fuß ging es zum einzigen Bauernhof, der Hanswarft, auf Hallig Hooge. Auf der Kirchwarft besichtigten die VdK-Mitglieder die Kirche, die komplett aus Strandgut errichtet wurde. Eine Markierung in dem Gotteshaus zeigt an, wie hoch das Wasser bei der großen Sturmflut im Jahr 1962 stand.

Dank Reiseleiter und Kapitän erlebten die Teilnehmer während der Rückfahrt eine Überraschung: ein Ausflug per Boot zu einer Sandbank in der Nordsee, wo Seehunde in ihrem natürlichen Lebensraum und freier Natur beobachtet wurden.

Der Dom und „Jonny’s Café“

Ein Ausflug an die Ostsee stand ebenfalls auf dem Programm: Während eines Rundgangs durch Schleswig wurde der Petri-Dom mit seinem beeindruckenden Altar besichtigt. Der Weg führte weiter durch schmale Gassen zur alten Fischersiedlung Holm. Deren Besonderheit ist der Friedhof in der Siedlungs-Mitte - statt eines Marktplatzes. Auf den Spuren des „Landarztes“ wurde auch Lindaunis ein Besuch abgestattet. In Kappeln an der Schlei nahm die Reisegruppe bei einem Rundgang das Gasthaus der Serie in Augenschein. Die Stadt Glücksburg mit ihrem imposanten Wasserschloss, das für Filme und Hochzeiten genutzt wird, bildete den Abschluss des Tages.

Friedrichstadt, auch Klein Amsterdam genannt, war das Ausflugsziel des vorletzten Reise­tages. Die holländischen Wurzeln waren bei jedem Schritt spürbar. Bei einer Grachtenfahrt durch die Kanäle wurde die Gruppe über die Besonderheiten der Stadt informiert. Die religiöse Vielfalt spielt dort auch heute noch eine wichtige Rolle. „Der Rote Haubarg“ zwischen Witzwort und Simonsberg liegt in einem großen alten Garten abseits der Ortschaften in der freien Natur. Das Haus mit Geschichte und einer eigenen Sage wurde zwischen 1647 und 1648 erbaut und ist der einzige für die Öffentlichkeit zugängliche Haubarg. Im Haubarg befindet sich ein Restaurant, ein Museum und mehr. Dort finden standesamtliche Trauungen statt.

Eine weitere Überraschung hatte sich der Reiseleiter für die Teilnehmer ausgedacht: In „Jonny’s Café“, einem ehemaligen Kuhstall, erwarteten die Gruppe nicht nur selbst gemachte Kuchen, sondern auch ein musikalisches Programm auf norddeutsche Art. Begrüßt wurde die Gruppe mit dem Lied „Moin, Moin“. Ein musikalisches Quiz brachte viel Spaß und gute Laune - an ihrem letzten Abend vor der Heimreise.(r)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare