Werner Eckel ist neuer stellvertretender Schiedsmann für Rosenthal und Stadtteile

Die Instanz vor dem Amtsgericht

Rosenthal - Bevor Nachbarn wegen einer wuchernden Hecke vor Gericht gehen können, müssen sie sich an einen Schiedsmann wenden. In Rosenthal ist nun ein neuer Ehrenbeamter hinzugekommen.

Werner Eckel ist seit Montag Stellvertreter von Schiedsmann Helmut Gerke für die Stadt Rosenthal, Roda und Willershausen. Als solcher hat er die Aufgabe, vor allem bei zivilrechtlichen Anklagen mit den betroffenen Parteien nach einer Lösung zu suchen. Der 53-jährige Postbeamte war einstimmig vom Rosenthaler Magistrat für das Ehrenamt vorgeschlagen worden.

Klassische Fälle für Schiedsmänner sind Nachbarschaftsstreitigkeiten, beispielsweise über Standort, Breite oder Höhe von Hecken. Aber auch strafrechtliche Anzeigen wie Beleidigungen können an den Schiedsmann verwiesen werden, wenn die Staatsanwaltschaft das öffentliche Interesse nicht gegeben sieht. Erst, wenn ein Besuch beim Schiedsmann erfolglos ist, können solche Fälle vor Gericht verhandelt werden.

Amtszeit dauert fünf Jahre

Die Direktorin des Frankenberger Amtsgerichtes, Andrea Hülshorst, vereidigte Werner Eckel gestern. Die Amtszeit dauert fünf Jahre, endet de facto aber erst, wenn ein Nachfolger das Amt übernimmt. Hülshorst belehrte ihn über seine Verschwiegenheitspflicht und lud ihn zu den Treffen des Bundes hessischer Schiedsmänner ein.

Sie freute sich über die Bereitschaft Eckels, ein Ehrenamt zu übernehmen. „Sie sind vor Ort, sie kennen die Gegebenheiten“, sagte sie - oft sei das bei der Schlichtung von Streitigkeiten von Bedeutung.

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