Förderprogramme der Städte und Gemeinden im Frankenberger Land zahlen sich aus

Interesse an Bauen und Sanieren steigt

Frankenberger Land. Der finanzielle Anreiz von Kommunen für den Kauf von Bauplätzen oder die Sanierung leer stehender Wohnhäuser macht sich positiv bemerkbar. Dies ergab eine Nachfrage der HNA in den Rathäusern.

Seit 2008 gibt es in einigen Kommunen diese speziellen Förderprogramme. Die Förderung der Gemeinde Allendorf wurde beispielsweise zwölf Mal in Anspruch genommen, in Battenberg ist das Geld für Neu- und Umbau – jährlich 40 000 Euro – für acht Jahre bereits ausgeschöpft. Auch andere Kommunen berichten von mehr Anfragen und Anträgen.

„Die Sache hat sich recht positiv entwickelt“, sagt Bromskirchens Bürgermeister Karl-Friedrich Frese. „Wenn wir alte Häuser so wieder mit Leben füllen, ist das eine gute Sache.“

Die Kommunen setzen den Schwerpunkt ihrer Unterstützung darauf, dass leere Häuser wieder bewohnt werden. „Sonst wohnen die Jüngeren irgendwann außenherum und die Ortskerne verfallen. Das wäre das Todesurteil für die Ortskerne“, sagt Wolfgang Danzeglocke, Sprecher der Stadt Frankenberg.

Auch für Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch haben die Leerstände Priorität. „Wir wollen ein Ausbluten verhindern, deshalb bieten wir jungen Leuten Anreize, hierherzuziehen oder hierzubleiben.“ In Birkenbringhausen werde 2011 ein Pilotprojekt mit der Uni Kassel beginnen.

Geld für die Sanierung alter Häuser gibt es mancherorts auch über Dorferneuerung, Stadtsanierung oder Denkmalschutz. Rosenthals Bürgermeister Hans Waßmuth nennt noch einen weiteren Grund, warum es sich für eine Kommune lohne, Neuansiedlungen zu fördern: „Einkommenssteueranteile und Schlüsselzuweisungen, von denen die Kommunen leben, berechnen sich nach der Einwohnerzahl. Was jetzt als Förderung gewährt wird, kommt über die Jahre wieder in die Stadtkasse.“(jpa)

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der gedruckten Montagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare