Frankenberg

„Interessen der Allgemeinheit gehen vor“

- Frankenberg (rou). Noch bevor das Kreisbauamt über die grundsätzliche Rechtmäßigkeit des Baus eines Schweinemastbetriebes zwischen Rodenbach und Frankenberg entschieden hat, meldet sich die CDU zu Wort. Die Partei äußert Skepsis.

„Frankenberg gewinnt dank aktiver Landwirtschaft“, so heißt es im Wahlprogramm der CDU. „Die Land- und Forstwirtschaft ist ein 
wichtiges Standbein unserer Heimat.“ Die vielen Haupt- und Nebenerwerbslandwirte würden wesentlich zur Identität Frankenbergs und seiner Stadtteile beitragen, schreibt der Stadtverband weiter in seinem Thesenpapier zur Kommunalwahl.

Die vor Ort praktizierte nachhaltige Landwirtschaft und die regionale 
Direktvermarktung würden 
eine wichtige Grundlage für 
die Landwirtschaft bilden. Die vom Rodenbacher Landwirt Thomas Söhnel geplante Schweinemast ist den Christ-demokraten offensichtlich nicht nachhaltig genug. In einer Erklärung ließ der Stadtverband gestern verlautbaren, dass er die geplante Ansiedlung als außerordentlich kritisch betrachte.

Zwei Gründe sprechen laut stellvertretendem Stadtverbandsvorsitzenden Bernd Bluttner auf den ersten Blick gegen den Plan: „Sollte durch die Ansiedlung einer solchen Anlage in der unmittelbaren Umgebung Rodenbachs sowie der angrenzenden Wohngebiete eine starke Geruchsbelastung drohen, dann verbietet sich diese von selbst. Schwierig erscheint auch die mögliche Zufahrt zu dem Schweinemastbetrieb. Insofern ist der offenbar bereits in Rodenbach geäußerte Bürgerwille für uns nachvollziehbar.“ 
Da die Landwirtschaft für den ländlichen Raum ein wichtiger und traditioneller Wirtschaftsfaktor sei, könne man auch nicht einfach „nein“ sagen. „Aber in der Gewichtung geht das öffentliche Interesse einer Vielzahl betroffener Bürger vor das wirtschaftliche Interesse 
eines Einzelnen.“

Mehrheitlich lehnen die Rodenbacher das Bauvorhaben ab.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 12. Februar.

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