Interview: Zeremonienmeister Hilmar Koch über die Entwicklung des Rennertehäuser Karnevals

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So kennen die Karnevalisten ihren Zeremonienmeister: Hilmar Koch führt im Gewand eines Piraten-Kapitäns durch die närrischen Sitzungen.

Rennertehausen. Kurz vor der großen „Abendschau“ des SV Rennertehausen, die am Samstag, 1. März, in der Allendorfer Tennishalle beginnt, hat die HNA mit „Zeremonienmeister“ Hilmar Koch über die stürmische Entwicklung des Karnevals in Rennertehausen gesprochen.

Begonnen hat der SVR-Karneval mit etwa 200 Besuchern im alten Dorfgemeinschaftshaus Rennertehausen. Im vergangenen Jahr wurde die Battenberger Burgberghalle bei 500 Besuchern zu klein. In diesem Jahr wird die Abendschau in der Allendorfer Tennishalle gefeiert, in der bis zu 1200 Menschen Platz haben. 

Hilmar Koch: 1200 Besucher – das ist zu hoch gegriffen. So weit sind wir noch nicht. Im vergangenen Jahr war schon eine gute Besucherzahl da. Es in Battenberg doch ein bisschen zu klein geworden. Es gab tatsächlich Engpässe.

Wie hat sich der Karneval in Rennertehausen entwickelt? 

Koch: Wir waren für zwölf Jahre im alten DGH untergebracht. Dann kam der Umbau des Dorfgemeinschaftshauses. In den Jahren 2010 bis 2013 waren wir in der Battenberger Burgberghalle. Das war ein glücklicher Umstand. In Battenberg hatten wir eine hervorragende Bühne, Umkleidekabinen für die Akteure – das waren sehr gute Voraussetzungen.

Es hat sich alles in größere Dimensionen verschoben. 

Koch: Das war aber gar nicht unsere Absicht. Wir wollten weiter unseren Karneval feiern und 200 oder 250 Gästen die Möglichkeit geben, dorthin zu kommen. Es ist schön, dass sich das herumgesprochen hat und mittlerweile auch viele Gäste von außerhalb kommen.

Gibt es ein Markenzeichen für die „große Abendschau“? 

Koch: Wir halten seit 17 Jahren am Konzept der „großen Abendschau“ fest. Das Konzept sieht Tanz, Gesang und Parodie, aufgeteilt in drei Blöcke, vor. Wir haben aber keine klassische Karnevalsveranstaltung mit Elferrat oder Prinzenpaar.

Es gibt aber doch Stützen im Programm wie das Männerballett der Altherren oder Auftritte der Tanzgruppe „Just us“. 

Koch: Das sind die Fundamente. Die sind in jedem Jahr dabei. Die brauchen wir auch.

Wie kamen denn Sie persönlich zum Karneval? 

Koch: (lacht) Wir saßen vor 17 Jahren in einer gemütlichen Runde zusammen und haben uns gesagt: Wir könnten mal was zum 1. Mai machen. Weil der 1. Mai aber schon belegt war, sind wir zum Karneval gekommen.

Woher kommen die Ideen für den Karneval? 

Koch: Ich bin auch immer wieder erstaunt, was die Akteure auf die Beine stellen. Die holen sich sicher Anregungen aus dem Internet. Durch Treffen und Gespräche entwickeln sich dann immer wieder neue Ideen.

Kommt auch das Ortstypische dabei vor? 

Koch: Wir haben ja unseren „Entertainer“ Michael Clemens. Der glossiert auch schon mal das Dorfgeschehen.

Viele Vereine fühlen sich ab einer gewissen Größe verpflichtet, auswärtige Büttenredner oder Tanzgruppen ins Programm zu holen. Ist das in Rennertehausen auch so? 

Koch: Wir haben grundsätzlich keine Verpflichtungen. Alles bei uns ist hausgemacht. Wenn, dann fragen andere an, ob es möglich ist, bei uns mal was zu machen.

Das vollständige Interview lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Thomas Hoffmeister

Quelle: HNA

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