Maddin Schneider in Frankenberg

"Isch geb dir net mehr die Brust"

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Maddin Schneider hat am Sonntag 450 Menschen in der Frankenberger Ederberglandhalle zum Lachen gebracht.Foto: Patricia Kutsch

Frankenberg - Wie ein Dixiklo eine Beziehung retten kann und warum er gegen Klimawandel ist hat Maddin Schneider am Sonntag in der ausverkauften Ederberglandhalle erklärt. Der Komiker präsentierte sich den 450 Besuchern in doppelter Hinsicht mit seinem großen Mundwerk.

Ein Wort - und Maddin Schneider hat schon die Lacher auf seiner Seite: Dazu muss der Komiker nur die Bühne betreten und mit seinem charakteristischen großen Mund ein langgezogenes „Hallo“ ins Publikum rufen. Dann geht der selbsternannte Frauenversteher und „Schneckenchecker“ sofort auf eine Dame in der ersten Reihe ein. Tanja heißt sie und wird im Verlauf des Abends immer wieder von Maddin angesprochen. Zum Leidwesen des Komikers hatte Tanja allerdings ihren Mann dabei.

Also geht der Komiker eben dazu über, seinem Publikum von seiner Freundin Janine zu erzählen, von Beziehungsproblemen, von erotischen Abenteuern, Schicksalsschlägen, einem betrügerischen Italiener und dem Leben nach dem Tod. Und natürlich von seinem besten Freund Jochen.

Schlag auf Schlag haut Maddin seine Witze raus, springt zwischen den Themen hin und her und begeistert die Zuhörer mit seinen völlig verdrehten und falsch eingesetzten Fremdwörtern: So erklärt er sich zum Gewohnheitsmenschen. Deswegen ist er auch gegen den Klimwandel, schließlich hat Maddin sich gerade erst an das alte Klima gewöhnt. Er mag eben Kontinez.

Mit großem Mundwerk, frechen Kommentaren und gewohnt langsamer Aussprache erzählte Maddin seinem Publikum von seiner Freundin, die sich jedes Jahr im Mai von ihm trennt, weil er sich nicht vom Adventskranz trennen kann. Ende Juni kommen sie aber immer wieder zusammen - und feiern in zehn Jahren Silbertrennung.

Dramatischer Höhepunkt seines Programms war Maddins Gefangenschaft im Dixiklo: Weil die Tür klemmte, wollte er Silberfische essen und dachte über das Leben nach dem Tod nach - und über seine Seele. „Die kann einem nicht mal das Finanzamt nehmen.“

Deswegen glauben manche Menschen, die Seele werde recycelt - kommt quasi in den gelben Sack. „Damit meine ich aber keinen Chinesen oder jemanden von der FDP“, witzelt Maddin.

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