Nach Vorwurf der Tierquälerei in der Schliefanlage am Wildpark

Jagdterrier-Club stellt Strananzeige gegen BUND

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Frankenberg - Die Arbeitsgruppe Nordhessen des Deutschen Jagdterrier-Clubs hat gegen die Kreisvorsitzende des Bundes für Umwelt- und Naturschutz in Deutschland (BUND), Viola Wagner, Strafanzeige wegen Verleumdung gestellt.

Die Arbeitsgruppe Nordhessen des Deutschen Jagdterrier-Clubs hat gegen die Kreisvorsitzende des Bundes für Umwelt- und Naturschutz in Deutschland (BUND), Viola Wagner, Strafanzeige wegen Verleumdung gestellt. Das teilte Arbeitsgruppenleiter Wolfgang Hormel in einer Presseerklärung mit. Wagner hatte dem Jagdterrier-Club Tierquälerei in der Schliefanlage am Wildpark vorgeworfen (FZ berichtete).

Hormel untermauert die Strafanzeige mit dem Protokoll des Veterinäramtes über die tierschutzkonforme Unterbringung der beiden Füchse und die tierschutzkonforme Arbeit in der Schliefanlage (wir berichteten) und verweist auf das Hessische Jagdgesetz, das den Einsatz brauchbarer Hunde bei der Jagdausübung fordert.

Auch im Frankenberger Land hätten zuletzt mehrere erkrankte Füchse erlegt werden müssen - „die Füchse waren mit der für Wild- und Haustiere hochinfektiösen Sarcoptes-Räude infiziert“. Die intensive Bejagung von Füchsen mit allen tierschutzkonformen Mitteln, auch mit der Baujagd, habe deshalb weiterhin hohe Priorität, erklärte Hormel.

Auch Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß hatte angekündigt, juristische Schritte gegen die Kreisvorsitzende zu prüfen. Für ihn habe Viola Wagner mit ihren haltlosen Angriffen gegen Bürgermeister und Magistrat der Stadt Frankenberg sowie gegen den Förderverein Wildpark „deutlich über das Ziel hinausgeschossen“. Der BUND hatte die Stadt und den Wildparkverein bezichtigt, „die Tierquälereien des Jagdterrier-Clubs zu fördern“. (rou)

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