Ein Jahr Frankenberger Tor: Verbesserungen sind geplant

Vorher – nachher: Auf dem früheren Balzer-Gelände, das sich bis 2013 an der Röddenauer Straße in Frankenberg befand (oberes Foto aus dem Jahr 2011),  ist in 16 Monaten Bauzeit das Einkaufszentrum Frankenberger Tor entstanden (Foto unten). Fotos:  mjx/Paulus

Frankenberg. Vor einem Jahr - am 2. März 2015 - ist das Frankenberger Tor eröffnet worden. Bis es soweit war, gab es in der Politik, unter den Einzelhändlern und in der Bevölkerung viele Diskussionen um ein Einkaufszentrum in Frankenberg.

Gegner des 25-Millionen-Euro-Baus sehen sich heute bestätigt, weil es in der Fußgängerzone fast 20 leer stehende Läden gibt. Eigentümer und Mieter sind zufrieden. Eine Bilanz.

Die Ein-Jahres-Bilanz sei sehr positiv, sagt Frederik Westhoff, der Center-Manager für das Frankenberger Tor von Bilfinger Berger Real Estate. Die Gesellschaft leitet das Frankenberger Tor für den Eigentümer, einen Immobilien-Fonds. „Das Center ist voll vermietet, die Mieter sind mit der Entwicklung der Umsätze sehr zufrieden. Der Bekanntheitsgrad in der Region steigt kontinuierlich und damit auch die Anzahl der Kunden“, sagt Westhoff.

Größter und bekanntester Mieter ist die Modekette H&M mit 23 Mitarbeitern im Frankenberger Tor. „Wir können bestätigen, dass das Geschäft sehr gut läuft“, sagte H&M-Sprecherin Tanja Hußenether der HNA. Genaue Zahlen würden nicht kommuniziert.

Sitzgelegenheiten, Geldautomat und Imbiss fehlen, kritisieren Kunden. Dazu sagt Frederik Westhoff: „Wegen Brandschutzvorschriften können wir noch keine Veranstaltungen im Center durchführen und nur sehr eingeschränkt Dekoration, Pflanzen, Bänke in den Innenflächen aufstellen.“ Mit dem Landkreis, der für Brandschutz zuständig ist, werde an einer Lösung gearbeitet. Im Bereich des Rollbandes werde bald eine Bank aufgestellt.

Heimische Geldinstitute verzichten auf einen Geldautomaten im Tor, weil ihre Filialen nicht weit entfernt sind. „Wir werden versuchen, dies durch ein überregionales Kreditinstitut zu kompensieren“, sagt Frederik Westhoff. Ein gastronomisches Angebot werde realisiert, sobald eine Fläche frei sei, aktuell seien aber alle vermietet.

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Quelle: HNA

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