40 Jahre Frauenchor: Harmonie feiert ungewöhnlichen Geburtstag

Geburtstagskind und Gastgeber: Der Frauenchor Harmonie – hier einige der Sängerinnen beim Auftritt – feierte in der Ederberglandhalle ein großes Chorkonzert mit befreundeten Chören. Fotos:  zhm

Frankenberg. Mit einem begeisternden Konzertabend in der Ederberglandhalle hat der Frankenberger Frauenchor Harmonie am Samstag sein 40-jähriges Bestehen gefeiert.

„Lasst uns miteinander singen" - unter diesem Motto gaben elf Gastchöre ein abwechslungsreiches, fast vierstündiges Chorkonzert. „Es ist ungewöhnlich und bemerkenswert, dass ein Frauenchor ein solches Jubiläum feiern kann“, sagte Cornelia Scheerer, Vorsitzende des Sängerekreises Edertal. „Wir stehen wie der Mensch mit 40 mitten im Leben, wir sind gemessen an den vielen renomierten Männergesangvereinen noch relativ jung und haben viele Zukunftsvisionen“, sagte Renate Klinge, die Vorsitzende der Harmonie dem ältesten Frauenchor im Sängerkreis.

Nach einem Rückblick, blickte die Vorsitzende auch etwas besorgt in die Zukunft. „Uns fehlt der Unterbau, der Nachwuchs. Wir nehmen gern Freunde des Chorgesanges in unsere große Sängerfamilie auf, jedermann ist zu unseren Schnupperkursen und Singstunden eingeladen. Wir sehen zuversichtlich in die Zukunft.“

Geschenke für die Chorleiter des Abends: Renate Klinge (2. von links), die Vorsitzende des Frauenchors Harmonie, dankte allen beteiligten Chören.

Den Konzertabend eröffnete der MGV Liedertafel Frankenberg/Schreufa unter der Leitung von Willi Hof. Bekannte Oldies zum Mitsingen präsentierten die „ChoriFEEN aus Buchenberg, die Chorleiterin Johanna Tripp mit den Damen einstudiert hatte. Auch bei den Männern des MGV Ellershausen gibt eine Frau den Ton an: Dirigentin Marion Born führt den Chor, der nunmehr auf eine 130-jährige Geschichte zurückblickt. „Schön war die Zeit“ sang der MGV Haubern, seit 13 Jahren unter der Regie von Werner Schielke. „Pro Musica“ Bottendorf, junge und junggebliebene Frauen haben das gemeinsame Singen unter der Leitung von Marion Born zu ihrem Hobby erklärt.

Gemeinsamer Auftritt: Die Männerchöre aus Frankenau/Altenlotheim und Bottendorf sangen zum Abschluss mit Chorleiter Horst-Werner Bremmer (vorne).

Seit 25 Jahren leitet Dirigent Helmut Eigenbrodt den MGV Halgehausen, der für seine Liedvorträge mit viel Applaus belohnt wurde. Der Frauenchor „Glissando“, eine Sparte des MGV Altenlotheim, bewies mit seinem Gospelbeitrag, dass sie ihren Dirigenten Horst-Werner Bremmer auch mal auf den Arm nehmen dürfen. Der MGV Rosenthal mit Dirigent Uwe Gerike brachte Spanisches und Volkstümliches zu Gehör. Willersdorfs Frauenchor „Intermezzo“ unter Leitung von Andrea Ayora Escandel bewies mit seinem Vortrag eine außerordentliche gesangliche Ausstrahlung. Viel Applaus gab es auch für den mit etlichen jungen Sängern angetretenen MGV Viermünden und Dirigent Friedhelm Thiele.

Den glanzvollen Schlusspunkt setzten der MGV Bottendorf und die Sänger der Sängervereinigung Frankenau/Altenlotheim. Unter der Leitung von Horst-Werner Bremmer wusste der größte Chor des Abends stimmgewaltig zu überzeugen. Und beim „Deutschmeister Regimentsmarsch“ klatschte und sang das Publikum mit.

Von einem „gelungenen und sehr kurzweiligen Konzertabend in einer beeindruckenden Atmosphäre“ sprach hinterher ein Besucher aus Burgwald. (zhm)

Quelle: HNA

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