Tag des offenen Denkmals

Mit 82 Jahren nochmal auf die Rosenthaler Schulbank

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Frida und Benno probieren beim „Tag des offenen Denkmals“ in der „Alten Schule“ in Rosenthal die Schiefertafeln aus.

Rosenthal - Einen Ausflug in ihre Kindheit haben beim Tag des offenen Denkmals viele Rosenthaler in der Alten Schule unternommen. Sie nahmen ihre Familien mit auf die Reise in die Vergangenheit.

Anlässlich des „Tag des offenen Denkmals“ hatten Carola Schneider und Walter Bornscheuer, seit 2008 Besitzer des alten Schulgebäudes im Stadtkern, die beiden alten Schulsäle für Interessierte geöffnet. Harald Kornmann, der mittlerweile in Münchhausen lebt, wurde 1963 in dem Gebäude eingeschult und erinnert sich noch gut an einige Situationen aus der Schulzeit. Für seine Mutter Elfriede ist es ein besonderes Erlebnis, noch mal Platz zu nehmen in einer Schulklasse. „Wer hätte gedacht, dass ich mit 82 Jahren noch mal die Schulbank drücke“ scherzte die Seniorin.

Für andere dauert es noch ein wenig, bis auch sie in den Genuss der Schule kommen. So zum Beispiel der zehn Wochen alte Linus, der gemeinsam mit seinen Eltern Franziska und Andreas Waßmuth die alten Bänke ausprobierte.

Genau diese Schulbank gab vor knapp fünf Jahren den Anstoß für das kleine Schulmuseum. „Damals haben wir bei Aufräumarbeiten auf dem Dachboden diese Schulbank gefunden und da kam uns die Idee, ein wenig nachzuforschen“ erinnert sich Carola Schneider. Im Lauf der Jahre haben sich noch viele Spenden aus Rosenthaler Privatbesitz dazu gesellt. Einschulungsfotos, Mäppchen, Schiefertafeln und Hefte wurden von den Rosenthalern zur Verfügung gestellt. Dazu noch einige Schulbücher aus dem familiären Umfeld. „Wir sind bewusst nicht über Flohmärkte gegangen, sondern wollten möglichst vieles von hier zeigen“, sagte Carola Schneider. Besonders stolz ist Walter Bornscheuer auf die Akten und Pläne zum Schulbau aus dem Jahr 1829, die auch zeigen, dass es verschiedene Ideen zur Gestaltung gab.

von Jürgen Jacob

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