Gemünden begrüßt Gäste aus Illiers/Combray und Elsbethen

Jahrzehntelange Freundschaft gefeiert

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Ein Denkmal vor dem Bürgerhaus symbolisiert die Verbindung zwischen Gemünden, Illiers und Elsbethen. Stadtvertreter, Künstler und die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Anita Thursar, enthüllten es am Samstag.Foto: Ute Golde 

Gemünden - Seit 40 Jahren pflegt die Wohrastadt den Gedanken der Freundschaft mit Partnergemeinden in Frankreich und Österreich. Zum runden „Geburtstag“ wurde am Samstag ein Denkmal enthüllt, dass die Verbindung zwischen den drei Orten darstellt.

Die drei Halbkreise sind ohne Schrauben miteinander verbunden. An ihren Rändern befinden sich Steine aus den jeweiligen Orten. Das Denkmal steht schon seit zweieinhalb Jahren vor dem Bürgerhaus - mit der feierlichen Enthüllung klappte es erst am vergangenen Wochenende, weil da die Gäste in der Wohrastadt zu Besuch waren. Udo Fugmann, Jason Jontza und Walter Kopp, Künstler des Atelier Triptychon, hatten das Kunstwerk erstellt.

Die französisch-deutsche Partnerschaft war vom Franzosen Maurice Leclerc ins Leben gerufen worden, der nach dem Krieg die Aussöhnung zwischen beiden Staaten vorantreiben wollte. Die Freundschaft mit Elsbethen hatte Adolf Scheuch initiiert, sie wird bis heute vor allem durch die Feuerwehr gepflegt.

Die Mitglieder des Gemündener Partnerschaftsvereins um die Vorsitzende Anita Thursar hatten das Programm fürs Himmelfahrtswochenende erarbeitet. In Gruppen erkundeten die Besucher die Region. So unternahmen die Franzosen eine Fahrt nach Kassel, die Freunde aus Elsbethen ließen sich durchs Kloster Haina führen. Aus Elsbethen waren zehn Vertreter gekommen, die französische Partnerstadt stellte 40 Besucher.

Schüleraustausch gehört zur Städtepartnerschaft

Am Samstagnachmittag besichtigten die Gäste die Cornelia-Funke-Schule, die seit Jahrzehnten einen Schüleraustausch mit einer Schule in Illiers/Combray anbietet. Das sei ein wesentlicher Bestandteil der Partnerschaft, betonte Gemündens Bürgermeister Frank Gleim. Der ehemalige Schulleiter Kurt Koch erinnerte an die Anfänge des Austauschs. Auf dem Hof stellten die Feuerwehren aus Gemünden und den Stadtteilen ihre Fahrzeuge und Geräte aus.

Nach der feierlichen Enthüllung des Denkmals folgte der Festabend im Bürgerhaus. Der Musikzug unter der Leitung von Matthias Florin und der Posaunenchor mit Dirigent Till Schiefer umrahmte den feierlichen Akt. Gemeinsam spielten beide Gruppen unter anderem die drei Nationalhymnen und das Europalied.

Neben Gemündens Bürgermeister Frank Gleim sprachen auch sein Elsbethener Kollege Franz Tiefenbacher und Ehrenbürgermeister Jean Claude aus Illiers. „Lassen Sie uns diese Freundschaft weiter so aktiv pflegen“, sagte Gleim. Franz Tiefenbacher verwies auf die besondere Beziehung zwischen den Feuerwehren aus Gemünden und Elsbethen.

Pfarrer Hilmar Junghält die Festrede

Die drei offiziellen Vertreter vervollständigten eine Europa-Karte um die drei fehlenden Puzzle-Teile Deutschland, Österreich und Frankreich. Fahnen markierten die drei Orte Gemünden, Elsbethen und Illiers.

Grußworte sprachen auch Stadtverordnetenvorsteher Werner Winter und die Leiterin der Cornelia-Funke-Schule, Doris Bechhold. Besonders bejubelt wurde die Festrede des Grüsener Pfarrers Hilmar Jung, derer es nicht mal eine Übersetzung bedurfte. „Frankreich hat Mireille Mathieu, Deutschland hat Helene Fischer, Österreich hat Conchita Wurst“, sagte er. Der Auftritt der „Girls of fire“ beendete nach knapp zwei Stunden den offiziellen Teil. Feuerwehr-Musikzug und Posaunenchor sorgten mit Hits wie „Griechischer Wein“ oder einem Abba-Medley für Stimmung im Bürgerhaus.

Harald Stehl moderierte den Festabend. Am gestrigen Sonntag reisten die Gäste wieder ab.

Von Mark Adel

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