Neuer Mieter für Frankenberger EInkaufszentrum

Jeans Fritz zieht ins "Tor"

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Im Sommer läuft der Mietvertrag für die bestehende Jeans-Fritz-Filiale in der Neustädter Straße aus. Der Textiler zieht ins Frankenberger Tor. Nach einem Nachmieter wird gesucht.

Frankenberg - Nach Deichmann will mit Jeans Fritz der zweite Filialist aus der Fußgängerzone eine Filiale im Frankenberger Tor eröffnen. Der Mietvertrag für die bestehende Filiale in der Fußgängerzone läuft nach Informationen der FZ im Juni aus.

Der Eröffnungstermin steht kurz bevor, da erscheint auf einmal ein weiterer Mieter auf der Liste des Frankenberger Tores: Wie Jeans Fritz auf Anfrage der Frankenberger Zeitung mitteilt, soll bereits am 5. März - also beinahe zeitgleich mit der offiziellen Eröffnung des Zentrums - eine zweite Filiale der Textilkette ihre Tore in der Ederstadt öffnen: „Wir freuen uns, auf einer Fläche von 288 Quadratmetern mit moderner Wohlfühlatmosphäre unsere Kunden begrüßen zu dürfen“, sagt Susanne Borkowski, Marketingleiterin des nordrhein-westfälischen Unternehmens.

Die neue Filiale entspricht damit von der Größe in etwa der bestehenden in der Neustädter Straße, direkt neben dem Eiscafé Martini, das ebenfalls ein Café im neuen Einkaufszentrum eröffnet. Martini aber wird auf die im allgemeinen Sprachgebrauch schlicht „Mittlere Eisdiele“ genannte Filiale nicht verzichten - Jeans Fritz womöglich schon. Zwar erklärt Borkowski, sich zu den Mietvertragsbedingungen nicht äußern zu können. Doch nach Informationen der Frankenberger Zeitung läuft der Mietvertrag für die Geschäftsräume zur Jahresmitte aus. So lange muss Jeans Fritz beide Filialen betreiben, das sieht die sogenannte „Frankenberger Liste“ vor. „Wir haben keine Freigabe für einen Umzug erteilt“, sagt Bürgermeister Rüdiger Heß. Doch nach der Eröffnung des Tores kann Jeans Fritz den Mietvertrag schlicht auslaufen lassen. „Da ist der städtebauliche Vertrag zu schwammig formuliert“, kritisiert Heß, dass es diese einfache Möglichkeit des Umgehens der Vertragsbestimmungen gibt.

Zahl der Angestellten steigt

Vorerst aber betreibt der Textiler aus Hüllhorst zwei Filialen in Frankenberg, mindestens vier Monate lang. Das wirkt sich positiv auf die Zahl der Angestellten aus: „Durch unsere Eröffnung können wir eine weitere Ausbildungsstelle schaffen, die auch noch nicht belegt ist“, sagt Borkowski. Des Weiteren sollen auch Aushilfsstellen besetzt werden. Das bestehende Personal soll auf beiden Flächen flexibel eingesetzt werden. Keine Änderungen hingegen soll es - trotz unmittelbarer Nähe zu Mitbewerbern wie H&M oder Chisu - im Sortiment geben. „Die zukünftige Kundennachfrage wird uns nötige Veränderungen vorgeben“, sagt Borkowski.

Derweil drückt der Bürgermeister die Hoffnung aus, dass ein allzu langer Leerstand in der Fußgängerzone vermieden werden kann. Die Suche nach einem Nachmieter jedenfalls läuft nach FZ-Informationen auf Hochtouren.

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