Veranstaltungspremiere „Nacht im Museum“ lockte viele Neugierige an

Jede Menge Geschichte(n)

Spannende Einblicke: : Leise schnurrt im Dunkeln zur „Nacht im Museum“ das Spinnrad, während eines der Kinder die erleuchtende Taschenlampe hält. Foto: Siegesmund

Frankenberg. Nachts im Museum: Es ist stockdunkel. Nur eine kleine Taschenlampe weist den Weg oder beleuchtet punktgenau eine einzelne Skulptur, ein einzelnes Objekt. Hier und da ist gelegentlich ein leises Geräusch zu hören. Die Szene hat etwas Gespenstisches aber zugleich auch Spannendes – Kinder und Erwachsene haben sich an diesem Abend auf eine besondere Zeitreise in die Vergangenheit in das Frankenberger Heimatmuseum begeben.

Die Idee zu der Exkursion war erst kürzlich beim Frankenberger Halloween-Shopping entstanden. Eine Idee, die Museumsleiter und Pfarrer i.R. Heiner Wittekind gemeinsam mit Hans Papenfuß jetzt als spannendes und zugleich informatives Abenteuer für Kinder ausgerichtet hat. Es war fast so, als ob die einzelnen gezielt angeleuchteten Museumsexponate unter dem Deckmantel der umgebenden Dunkelheit ihre Geschichte erzählten.

Die Idee zu dem „nächtlichen Museumsbesuch“ stellte sich schnell als ein Volltreffer heraus. Mehr als 30 Kinder waren gemeinsam mit Mutter, Vater, Oma oder Opa gekommen, um den beiden Museumsbegleitern in das dunkle Museum zu folgen und zu lauschen. Je tiefer man in das Museum eindrang, um so mehr wich bei den Kindern die anfängliche Beklommenheit dem wachsenden Interesse und der Abenteuerlust.

Plötzlich beachtete man Dinge, die man sonst nicht wahrnimmt. Da grinsten einem geschnitzte Gesichter von alten Balkenköpfen an; man warf einen Blick in die schwere Truhe der Kriegskasse, die zwar immer noch mit viel, viel Geld gefüllt, aber dennoch wertlos ist – weil es doch nur geschredderte Geldscheine aus DM-Zeiten sind; man erfuhr von Hans Papenfuß an der dunklen, mit Vorhängen versehenen, historischen Schlafstatt, woher der Begriff „auf die Hohe Kante legen“ kommt – oder erfuhr in einem „Schnellkurs“ wie früher gesponnen wurde und was es in diesem Zusammenhang mit „Spinne am Abend - erquickend und labend“ auf sich hatte.

Kurzum: Das große Interesse zeigte, dass dies eine Aktion ist, die wiederholt werden sollte. Ein Angebot, das den Kindern ebenso wie den begleitenden Erwachsenen viel Freude bereitet hat.

Von Jürgen Siegesmund

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare