Schüler erkunden ihre Fähigkeiten

Für jeden den passenden Beruf

Frankenberg - Nicht jeder Schüler ist gut in Mathe, nicht jeder in Englisch oder Handwerken. Doch jeder hat seine ganz eigene Stärke. Die ermittelt die Ortenbergschule mithilfe eines speziellen Verfahrens, das später die Berufswahl erleichtern soll.

Zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres haben alle Siebtklässler der Ortenbergschule am Kompetenzfeststellungsverfahren „KomPo7“ teilgenommen. Dieses Verfahren soll helfen, Schüler für die anstehende Phase der beruflichen Orientierung vorzubereiten. So stellen die Schüler etwa fest, wo ihre individuellen Stärken liegen und wie sie diese einsetzen können.

Im Mittelpunkt von „KomPo7“ steht die Beobachtung und Beschreibung der sozialen, personalen und methodischen Kompetenzen der Schüler. An den festgestellten Kompetenzen sollen sich die weitere berufliche Förderung und Beratung der Schüler durch die Schule, die Eltern und die Agentur für Arbeit anschließen. So soll für jeden Schüler ein Berufsfeld aufgezeigt werden, das seinen Fähigkeiten und seinem Interesse entspricht.

Sich selbst einschätzen

Das Projekt erstreckte sich über drei Tage. Zu Beginn sollten sich alle 67 Siebtklässler der ehemaligen Stadtschule mit Hilfe eines Fragenbogens selbst einschätzen, um dies im Anschluss in praktischen Aufgaben und erlebnispädagogischen Übungen zu überprüfen. Dabei ging es vor allem um heutzutage im Bewerbungsverfahren wichtige Aspekte wie etwa Teamfähigkeit, Kommunikationsverhalten, Durchsetzungsvermögen, Arbeitsmotivation und Kontaktfähigkeit. Währenddessen beobachteten die betreuenden Lehrer die Schüler - was auch Grundlage für spätere Gespräche war. Diese wurden am dritten Tag gemeinsam mit den Schülern und ihren Eltern geführt, dabei wurden die Beobachtungen tiefergehend erläutert. Die Ergebnisse von „KomPo7“ werden im „Berufswahlpass“ eines jeden Schülers dokumentiert.

Besuch bei Thonet

Beim Jobinterview im Rahmen von „KomPo7“ hatten die Ortenbergschüler gruppenweise die Möglichkeit, sich über vier heimische Firmen und die dort angebotenen Ausbildungsberufe zu informieren: Hettich, Hotel Freund, Procon und Thonet.

Eine Schülergruppe besuchte im Anschluss an das Kompetenzfeststellungsverfahren gemeinsam mit Martina Böttner-Gassmann und Sven Nord die Firma Thonet. Etwa anderthalb Stunden lang besichtigten sie die Produktion und durften bei der noch teilweise handwerklich ausgeführten Herstellung der weltberühmten Möbelstücke zusehen. Viele bekundeten nach der Betriebsbesichtigung Interesse an einem zukünftigen Praktikum. „Die Berufsorientierung bildet schon lange einen wichtigen Baustein an der Ortenbergschule“, sagte Schulleiterin Cornelia Schönbrodt. (r)

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