Jobs auf Zeit: Projekt Bürgerarbeit läuft aus

Waldeck-Frankenberg. Das Projekt Bürgerarbeit des Jobcenters Waldeck-Frankenberg läuft in diesem Jahr aus. Derzeit befinden sich noch 75 Bürgerarbeiter des Landkreises in einem Beschäftigungsverhältnis. Mit Abschluss des vom Bund geförderten Modellprojekts enden auch die Anstellungen.

"Wir haben die Zeit ganz gut genutzt, um Langzeitarbeitslosen eine Beschäftigung zu geben", zieht Reinhold Lohmar, Geschäftsführer des Jobcenters Waldeck-Frankenberg, ein vorzeitiges Fazit zum Modellprojekt. Ziel der Bürgerarbeit sei die Aktivierung von Langzeitarbeitslosen und die damit zusammenhängende Überführung in den ersten Arbeitsmarkt. "Es werden das Selbstvertrauen und die Eigenständigkeit der Beschäftigten gefördert, damit sie für den Arbeitsmarkt attraktiver werden", sagt Klaus-Jürgen Klann, Projektkoordinator des Jobcenters. Auch konnten sich die Bürgerarbeiter für neue Bereiche qualifizieren. "Je nach Eignung konnte eine Friseurin auch im Kindergarten landen", so Klann.

Nach Ablauf des Projekts kehren nun viele Personen zurück in die Erwerbslosigkeit. Nur wenige Bürgerarbeiter können ihre Tätigkeit weiterführen, wie viele das sind, ist noch nicht sicher. "Im Idealfall werden die Bürgerarbeiter vom jetzigen Arbeitgeber übernommen oder aufgrund ihrer gewonnenen Qualifikation in einem anderen Unternehmen untergebracht", erklärt er. Davon könne man aber nicht ausgehen.

War das Projekt hilfreich? "Wir brauchen immer Möglichkeiten zur Integration von Hilfeempfängern." Ob die Form der Bürgerarbeit geeignet ist, sei laut Lohmar jedoch fraglich.

Nach Information des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales liegen die abschließenden Ergebnisse der wissenschaftlichen Bewertung zum Erfolg des Projekts erst im Frühjahr 2015 vor.

Von Anna Lischper

Einen Bericht über die Bürgerarbeiterin Yvonne Sauer lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine/HNA Waldeckische Allgemeine.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare