Hobby zum Beruf gemacht

Johanna Böttner ist neue Jugendarbeiterin im Kirchenkreis Eder

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Die neue Jugendarbeiterin Johanna Böttner vor der Liebfrauenkirche in Frankenberg. Sie h at im August mit ihrer Arbeit im Kirchenkreis Eder begonnen. 

Sie will Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg begleiten und ihnen einen Raum bieten, in dem sie sich wohlfühlen können. Johanna Böttner ist die neue Jugendarbeiterin für fünf Gemeinden im Kirchenkreis Eder.

Die 24-jährige Frankenbergerin wirkt zunächst ruhig und zurückhaltend. Doch wenn sie erzählt, warum ihr die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Spaß macht, beginnen ihre Augen zu leuchten. Sofort wird deutlich, wie wichtig ihr diese Aufgabe ist.

Johanna Böttner ist seit August die neue Jugendarbeiterin für die Gemeinden Frankenberg, Schreufa, Viermünden, Rengershausen und Röddenau. Sie ist die erste Jugendarbeiterin in diesen Gemeinden und die sechste im Kirchenkreis Eder.

„Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht“, sagt Böttner, „jetzt brauche ich ein neues Hobby.“ Schon als Kleinkind war sie regelmäßig mit ihrem Vater, einem Orgelbauer, in der Kirche und sonntags beim Kindergottesdienst. „Der Glaube und die Kirche gehören schon immer zu meinem Leben dazu.“

Seit ihrer Konfirmation engagiert sich Böttner ehrenamtlich in der Kirchengemeinde Frankenberg. Zunächst als Helferin beim Kindergottesdienst, nach einer Schulung auch als Begleiterin auf Konfirmations- und Kinderfreizeiten.

Gemeinsam mit anderen Jugendlichen gründete und leitete sie eine Jungschar in Frankenberg, eine Gruppe für Kinder ab acht Jahren, die sich auch nach dem Kindergottesdienst weiter treffen möchten.

An ihre Zeit in der kirchlichen Jugendgruppe erinnert sich Böttner gerne. Jetzt möchte die Sozialpädagogin diese Erfahrungen auch anderen ermöglichen. „Die Kinder und Jugendlichen sind die Zukunft. Es wäre schön, wenn die später sagen könnten: In der Jungschar hatte ich eine tolle Zeit und habe gute Freunde gefunden.“

Für junge Menschen möchte sie eine Ansprechpartnerin sein, die sie durch schöne und nicht so schöne Phasen begleitet, die Hilfe und Unterstützung bietet und Denkanstöße gibt. Aber sie möchte auch zeigen, dass Kirche weder konservativ noch verstaubt sein muss.

Einige der Projekte, die sie als Jugendarbeiterin koordiniert und betreut, kennt Johanna Böttner bereits. „In Frankenberg habe ich einen Heimvorteil. Die anderen  Gemeinden kenne ich nicht so gut“, sagt die 24-Jährige.

Auch für die Gemeinden ist die Zusammenarbeit mit Böttner etwas Neues. Bisher wurde die Kinder- und Jugendarbeit in den Gemeinden hauptsächlich von den Pfarrern und Ehrenamtlichen gemacht.

Um flächendeckende Angebote zu ermöglichen, hat der Kirchenkreis Eder die neue Stelle für eine Jugendarbeiterin geschaffen. In ihren ersten Wochen hat Johanna Böttner daher zunächst sich und ihre Arbeit bei den Pfarrern und Kirchenvorständen vorgestellt. „Ich habe bisher viel Zeit damit verbracht, die Kirchengemeinden kennenzulernen“, sagt Böttner.

Gemeinsam wurde besprochen, wie sie dort mit den Kindern und Jugendlichen arbeiten kann. Neben vielen organisatorischen Aufgaben hat sie bereits erste Projekte auf den Weg gebracht.

In Röddenau und Viermünden hat sie die Gründung einer Jugendschar angestoßen. Auch für Schreufa und Rengershausen sind Projekte für Jugendliche in Planung. Kindergottesdienste gibt es bereits in allen Gemeinden.

Neben regelmäßigen Treffen wird die Jugendarbeiterin auch verschiedene Aktionstage gestalten, wie zum Beispiel eine Weihnachtswerkstatt, bei der Kinder Geschenke und Dekoration basteln können. Die Bibelwoche im Oktober hat sie bereits mit gestaltet. Dort wurde sie der Gemeinde als neue Jugendarbeiterin vorgestellt.

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