Freiwilligendienst in Südafrika

Johannes geht nach Johannesburg

Franeknau - Johannes Wahl hat gerade erst sein Abitur bestanden und bereits Großes vor; Heute Nachmittag tritt der 18-jährige Pfarrerssohn einen zwölfmonatigen Freiwilligendienst in Südafrika an und hilft Kindern und Jugendlichen in Johannesburg.

Hillbrow war während der Apartheit in Südafrika ein echtes Vorzeigeviertel in Johannesburg. Im Laufe der Jahre hat sich dort jedoch einiges zum Schlechten hin gewandelt: Vom einst beliebten Wohnviertel ist nicht viel geblieben, denn Hillbrow gehört heute zu den Problemvierteln der viereinhalb Millionen Einwohner großen Stadt. Und genau dort will Johannes Wahl aus Frankenau helfen.

Mittwochnachmittag macht sich der 18-Jährige auf den Weg zum Frankfurter Flughafen und verabschiedet sich für die nächsten zwölf Monate aus dem Frankenberger Land. Der Weg nach Südafrika ist lang, denn sein Flug führt Johannes über Abu Dhabi nach Johannesburg. Zwölf Stunden schätzt er wird die Reise dauern.

Von der Schulbank nach Südafrika

Gerade erst hat Wahl sein Abitur gemacht. Zum Studieren sei es ihm noch zu früh, sagt er. Aber er wolle dennoch etwas sinnvolles tun. Über ein Bewerbungswochenende beim Evangelisch-Lutherischen Missionswerk in Hermannsburg hatte der Frankenauer die Möglichkeit, aus rund 40 Projekten fünf auszuwählen. Und so kam er schließlich zur „Outreach Foundation“, die in Hillbrow ein Kulturzentrum für Jugendliche betreibt.

Angst, dass ihm etwas passieren könnte, hat Johannes Wahl trotz der hohen Kriminalitätsrate in Hillbrow nicht. „Man sollte nicht gerade mit einer Nikon oder Nike-Schuhen rumlaufen“, sagt er. Im Rahmen eines zweiwöchigen Seminars wurde er auf die Zeit in Südafrika vorbereitet, dort hätten sie auch das Verhalten im Falle eines Überfalls besprochen. Johannes hat in Hillbrow den Vorteil, einen deutschen Projektpartner zu haben, mit dem er auch zusammen in einer Wohngemeinschaft lebt. Auch sein direkter Ansprechpartner der „Outreach Foundation“ vor Ort kommt aus Deutschland.

Bereits am vergangenen Sonntag wurde Johannes Wahl im Rahmen des Gottesdienstes in Frankenau verabschiedet. „Ich war sprachlos“, sagt er. Zur Freude von Johannes hatten viele seiner Freunde den Gottesdienst musikalisch mitgestaltet, um auf diese Weise gemeinsam „Auf Wiedersehen“ zu sagen.

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