Filmvorführung im Rathaus

Der Jugend ist Auschwitz kein Begriff

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Vertreter der jüdischen Gemeinde, der Frankenberger Schulen und Vereine sowie der Stadt folgten der Einladung von Bürgermeister Heß (Bildmitte), Renate Vöpel (Fünfte von links) und Gudrun Ruhwedel (Sechste von rechts).

Frankenberg - Die Lebensgeschichte der israelischen Künstlerin Sara Atzmon soll dem Vergessen entgegenwirken. Renate Vöpel und Grundrun Ruhwedel präsentierten dieses verfilmte Leben am Dienstag im historischen Rathaus.

Verschwindet der Holocaust aus den Köpfen der jungeren Generation? Laut einer Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2012 scheint dies der Fall zu sein, denn jeder fünfte Deutsche unter 30 Jahren weiß nichts mit dem Begriff Auschwitz anzufangen.

Diese Umfrage war ein Grund für Renate Vöpel und Gudrun Ruhwedel, den Holocaust zurück in die Köpfe der Jugend zu bringen. Deshalb zeigten sie sich sehr erfreut darüber, dass zur Vorführung der Dokumentation „Holocaust light gibt es nicht“ auch die Vertreter der Frankenberger Schulen den Weg in den Sitzungssaal des historischen Rathauses fanden.

Auf einem Israel-Kongress in Berlin wurden Vöpel und Ruhwedel auf den Film aufmerksam, der die Lebensgeschichte der Israelischen Künstlerin Sara Atzmon erzählt. Atzmon nimmt im Film ihre Enkelin mit an die Orte, an denen ihr die Kindheit geraubt wurde.

Der Film beschränkt sich nicht nur auf die Lebensgeschichte Atzmons, sondern macht auch den Schwenk zur Jugend, die sich mit dem Thema Holocaust scheinbar nur unzureichend auseinandergesetzt hat.

Atzmon möchte keine Schuld zuweisen, sondern an das Verantwortungsbewusstsein appellieren. Mit dem Film und ihren Bildern kämpft sie gegen das Vergessen. „Haltet die Erinnerung wach“, mit dieser Bitte richtete sich Sara Atzmon an die Teilnehmer des Israel-Kongresses.

Gudrun Ruhwedel, eine Freundin von Renate Vöpel, half bei der Organisation und sie ist es auch, die Sara Atzmon in Deutschland begleitete. Sie überbrachte Grüße, die Sara Atzmon per Mail übermittelte. (ste)

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