Jugendfeuerwehren fehlt der Nachwuchs

Waldeck-Frankenberg. Die Mitgliederzahlen in den 139 Jugendfeuerwehren des Landkreises Waldeck-Frankenberg sind erheblich gesunken: Von 1818 Jugendlichen im Jahr 2010 auf 1650 Ende 2011.

Das teilte Kreisjugendfeuerwehrwart Markus Potthof während des Kreisjugendfeuerwehrtages in der Ederberglandhalle in Frankenberg mit. Insgesamt seien derzeit 1058 Jungen und 592 Mädchen aktiv.

Den wesentlichen Grund für den Rückgang sieht Potthof im deutlichen Einschnitt bei den Neueintritten. „Wir konnten 2011 nur noch 254 neue Mitglieder in den Jugendfeuerwehren begrüßen“, sagte der Kreisjugendfeuerwehrwart. Im Jahr 2010 seien es noch 322 gewesen. Und das, obwohl 2011 die Werbeaktion „Kommt, macht mit“ an den Schulen des Landkreises gestartet worden war.

Ein Grund für den Rückgang liege im demografischen Wandel und darin, dass junge Leute im Anschluss an die schulische Ausbildung den Landkreis verlassen. Dagegen könne die Wehr nichts tun.

Dennoch sieht Potthof Ansatzpunkte, der Entwicklung entgegenzuwirken. Entscheidend sei die persönliche Ansprache. Die Feuerwehr müsse aktiv auf jeden einzelnen Jugendlichen zugehen. „Von selbst kommt heute kein Jugendlicher mehr zu uns, egal wie präsent unsere Öffentlichkeitsarbeit ist“, betonte er.

Wichtig sei, der Jugendfeuerwehr vor Ort ein Gesicht zu geben, zumal die Zahlen über die geleistete Jugendarbeit „deutlich positiv“ stimmten. „Wir müssen es schaffen, dass die Jugendarbeit in den Feuerwehren als Aufgabe aller Feuerwehrleute aufgefasst wird und nicht nur auf einzelne oder wenige Personen abgewälzt wird“, sagte Potthof. Er rief die Jugendfeuerwehrwarte und Betreuer dazu auf, die Unterstützung aktiv bei Kameraden, bei städtischen Gremien und der Kreisjugendfeuerwehr einzufordern. (bs)

Mehr lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine/HNA Waldeckische Allgemeine.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare