Burgwald

Ab Juli sollen sich die „Räder“ drehen

+

- Burgwald-Ernsthausen (rou) Nach zweijähriger Planung hat die Hamburger Wotan-Gruppe den Startschuss für den Bau des Windparks Ernsthausen gegeben. In den nächsten 14 Tagen sollen die Bagger anrollen, um die Fundamente für vier jeweils 150 Meter hohe Windkraftanlagen zu errichten.

Während der geplante Bau eines Windparks mit 180 Meter hohen Windkraftanlagen im Mengeringhäuser Stadtwald in den vergangenen Monaten für reichlich Diskussionen in Nordwal­deck sorgte, gingen die Vorbereitungen der Wotan-Gruppe im zweitgrößten Burgwalder Ortsteil fast geräuschlos vonstatten. Unweit der vier bestehenden Windräder werden vier weitere Anlagen errichtet, informierte Wotan-Projektbetreuer Timm Lausen am Mittwoch im Dorfgemeinschaftshaus etwa 70 Ernsthäuser. Inklusive Infrastruktur kostet jede Anlage rund drei Millionen Euro, die Gesamtinvestitionssumme bezifferte er auf elf Millionen Euro.

Das Kasseler Regierungspräsidium hat die Genehmigung für den Bau der 150 Meter hohen Anlagen erteilt. Die vier alten Anlagen sind jeweils 83 Meter hoch. Infrage stellten die Zuhörer das Projekt nicht, der ein oder andere formulierte jedoch Fragen: angefangen vom Ausbau der Feldwege, auf denen die Anlagen angeliefert werden, bis zu möglichen Auswirkungen der vier Anlagen auf das Wild. In Ernsthausen werden Anlagen des Herstellers Vestas, Modell „V90 2MW“, errichtet. Die Windkraftanlagen haben jeweils einen Rotordurchmesser von 90 Metern, eine Nabenhöhe von 105 Metern und somit eine Gesamthöhe von 150 Metern.

Insgesamt sollen die vier neuen Anlagen im Jahr 16 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Diese Menge reicht nach Auskunft von Projektbetreuer Lausen aus, um jedes Jahr rund 4000 Vier-Personen-Haushalte mit Strom zu versorgen. Die maximale Leistung von zwei Megawatt erreicht das Modell „V90 2MW“ bei einer Windgeschwindigkeit von 12 bis 13 Metern pro Sekunde. Lausen sagte eine Laufzeit der Anlagen von 25 bis 35 Jahren voraus. Nach Ende der Betriebszeit müssen die Anlagen inklusive der Fundamente wieder komplett zurückgebaut werden. Eine Bankbürgschaft in Höhe der Rückbaukosten musste hinterlegt werden.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Freitag, 8. April

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare