Frankenberg

Junge Union wirbt um CDU-Stimmen

+

- Frankenberg (rou). Als „frische, unverbrauchte Alternative zur CDU“ wollen sich sieben Mitglieder der Frankenberger Jungen Union im Wahlkampf präsentieren. Sie bewerben sich zwar für die CDU um ein Mandat im Parlament, wollen aber als eigenständige Gruppe wahrgenommen werden.

Rührig sind sie immer gewesen, die Mitglieder der CDU-Nachwuchsorganisation Junge Union (JU). Im Kommunalwahlkampf 2011 wollen sie aber nicht nur Luftballons aufblasen, Bürgermeister Christian Engelhardt mit Pressemitteilungen zur Seite stehen und dem Frankenberger Stadtverband beim Aufbauen von Info-Ständen helfen, sondern selber Flagge zeigen und um Vertrauen bei den Wählern werben.

Die JU tritt auf der Frankenberger CDU-Liste mit dem Ziel an, mindestens drei eigene Leute in die Stadtverordnetenversammlung zu bekommen. Das machte der Parteinachwuchs bei einer Zusammenkunft im Gasthaus Vöhl deutlich. Auf der Frankenberger CDU-Liste haben drei JU-Mitglieder einen Platz unter den ersten 15 erhalten. Vier weitere folgen auf den hinteren Listenplätzen. Durch einen engagierten Wahlkampf wollen Thomas Müller (Listenplatz 9), Nadine Lauterbach (11) und Nico Pohl (14) ihre guten Chancen auf ein politisches Mandat nutzen. „Wir haben das Potenzial für drei Plätze“, erklärt Thomas Müller, Vorsitzender der Jungen Union. Er hoffe deshalb, dass „wir drittstärkste Kraft im Parlament werden“, betont der Frankenberger und verweist auf die aktuelle Zusammensetzung der Stadtverordnetenversammlung, in der die FDP mit zwei und die Grünen und die Bürgerliste jeweils mit drei Abgeordneten vertreten sind. Die CDU kommt auf 13 Abgeordnete, die SPD auf zehn Politiker.

Die Junge Union habe es im CDU-Stadtverband nicht leicht, sich zu profilieren, stellt Müller klar. Der Grund: Die CDU-Fraktion sei ohnehin jung, etliche Stadtverordnete seien langjährige Mitglieder der Frankenberger JU. Als Beispiele nennt der Vorsitzende den Stadtrat Bernd Blutter und den amtierenden Stadtverordnetenvorsteher Rainer Hesse. Deshalb sei eine besondere Kreativität, ab und an sogar eine gewisse Lautstärke und Aufmüpfigkeit, gefragt, um überhaupt wahrgenommen zu werden.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Freitag, 21. Januar.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare