Vorverkauf für siebte Auflage des „Open Air Classic“ hat begonnen

Mit Justus Frantz durch „Europa reisen“

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Justus Frantz hat die Arbeit mit den Musikern der Edertalschule und der Christian-Rauch-Schule beim „Open Air Classic“ im vergangenen Jahr offensichtlich großen Spaß bereitet. Bei der siebten Auflage des außergewöhnlichen Konzerts auf dem Gelände des Auto

Frankenberg - Auf eine „Musikalische Europareise“ laden die Familie Beil und die Jugendsinfonieorchester der Frankenberger Edertalschule und der Bad Arolser Christian-Rauch-Schule am Samstag, 25. August, auf das Gelände des Autohauses in der Siegener Straße ein.

Nach der erfolgreichen Premiere 2011 wird Star-Pianist Justus Frantz auch bei der siebten Auflage des hessenweit wohl außergewöhnlichsten Schulmusik-Projektes am 25. August die beiden Orchester dirigieren. „Ich rechne es Justus Frantz hoch an, dass er sich auf ein solches Experiment erneut einlässt. Dies zeigt seine wahre Größe“, sagte Günter Beil gestern bei der Vorstellung des Programms für das „Open Air Classic“ in knapp acht Wochen auf dem Hof seines Frankenberger Autohauses. Vor allem Frantz Umgang mit den Schülern habe ihn im vergangenen Jahr beeindruckt.

Beil verspricht „populäre, klassische Melodien“, kurzum: „Kein Konzert der hohen Klassik, sondern klassische Musik für alle“. Schon jetzt freue er sich auf den Abend, an dem die „Vielfältigkeit der Schulmusik“ wieder einem großen Publikum präsentiert werde. „Justus Frantz und unsere Schüler sind gemeinsam die Stars des Abends“, betont Markus Wagener, Leiter des Jugendsinfonieorchesters der Edertalschule. Gemeinsam mit Rainer Böttcher, seinem Kollegen von der Bad Arolser Christian-Rauch-Schule, wird er durch den Abend führen.

Schulchor ist wieder dabei

Dieser steht unter dem Motto „Musikalische Europareise“. Besonderen Wert legt Wagener darauf, dass „unser Programm nicht konstruiert ist“. In den vergangenen Jahren habe das Orchester des Frankenberger Gymnasiums in verschiedenen Ländern Erfahrungen gesammelt, „wie unsere Musik wirkt“. Beim „Open Air Classic“ werde nun gezeigt, „was das musikalische Europa ausmacht“. Den „roten Faden“ wollen die Schüler und Justus Frantz durch nahezu alle europäischen Länder legen: Russland, Italien, England, Ungarn - und auch ein Sprung über den großen Teich nach Amerika ist geplant. „Wir bieten keine belehrende, sondern unterhaltende Musik.“

Den Anfang macht das Jugendsinfonieorchester mit Giuseppe Verdis „Triumphmarsch“ aus „Aida“. Nach Johannes Brahms’ „Ungarischem Tanz Nr. 5“ folgt unter anderem ein Solo von Edertalschüler Lennart Gabriel, der laut Wagener bei Gustav Peters „Erinnerungen an Zirkus Renz“ musikalische „Akrobatik auf dem Xylofon“ bietet. Die 25 Minuten vor der Pause sind für Justus Frantz reserviert: „Mozart auf der Reise nach Prag“. Umbaupausen wird es nicht geben: der große Steinway-Flügel für Justus Frantz bleibt ebenso auf der Bühne stehen wie die Chormitglieder der Edertalschule ihren festen Platz haben. Nach einer Pause im vergangenen Jahr wollen die jungen Gymnasiasten diesmal unter der neuen Leitung von Matthias Müller Auszüge aus „Die Kinder des Monsieur Matthieu“ sowie ein Beatles-Medley präsentieren.

Das Bad Arolser Jugendsinfonieorchester von Rainer Böttcher freut sich unter anderem auf Thomas Arnes „Rule Britannia“, Nikolai Rimsky-Korsakows „Capriccio Espagnol“ und Calvin Custers „A Tribute to Henry Mancini“. Zum Abschluss: „The Winds of Poseidon“ von Robert W. Smith aus „The Odyssee“.

Musik als Gesprächsthema

Einlass in den „Konzertsaal“ in der Siegener Straße ist um 18 Uhr, Beginn um 19.30 Uhr. „Vor, in der Pause und nach dem Konzert sind die Gäste eingeladen, die besondere Atmosphäre zu genießen“, betont Günter Beil und verspricht wieder Licht­illuminationen. Auch für ein Catering-Programm, das auf das Motto des Abends abgestimmt ist, ist gesorgt. „Die Musik soll an diesem Abend das verbindende Thema sein, um ins Gespräch zu kommen.“ Und angesichts des hochkarätigen Programms und der Mitwirkung von Justus Frantz rechnet der Initiator des „Open Air Classic“ wieder mit einem „vollen Haus“: 1200 Stühle werden gestellt.

Doch um die Größe dieser Veranstaltung geht es weder Dirigent Wagener noch Ideengeber Beil. „Wir wollen uns nicht von Jahr zu Jahr übertreffen, wir machen keinen Wettbewerb mit uns selbst. Wir wollen vielmehr Jahr für Jahr etwas Besonderes und Neues bieten.“ Und das Besondere dieser „Konzert-Reihe“ sei zum einen die Tatsache, dass „das Open Air Classic“ keine „Eintagsfliege“ geblieben ist - auch wenn bei der ersten Auflage niemand erwartet habe, dass diese besonderen Konzerte einmal den Status einer „Institution“ erreichen würden.

Zum anderen die Erkenntnis, dass die Schüler der beiden Waldeck-Frankenberger Gymnasien auf einem Niveau musizieren, dass sie mit einer Persönlichkeit wie Justus Frantz gemeinsam auf der Bühne stehen können. „Man darf dabei nicht vergessen, dass sich unsere Orchesterbesetzung in diesen sieben Jahren zweimal komplett erneuert hat“, betont Wagener, denn länger als vier Jahre spiele kein Schüler im Orchester.

Karten für das „Open Air Classic“ sind ab sofort zum Preis von 15 Euro in der Edertalschule, der Christian-Rauch-Schule, in der Buchhandlung Jakobi in der Frankenberger Fußgängerzone und im Autohaus Beil in Frankenberg und Korbach erhältlich.

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