Wiesenfeld

Kalkmörtel für den Turm

- Burgwald-Wiesenfeld (md).Eine riesige Plane verhindert derzeit den Blick auf den Turm der Johanniterkirche in Wiesenfeld – die komplette Mauerwerksfassade wird von zementhaltigen Lasten befreit und „gesund“ saniert.

Die Johanniterkirche ist das Wahrzeichen von Wiesenfeld. Das frühgotische Gotteshaus mit fünfgeschossigem Wehrturm wurde um das Jahr 1260 errichtet und war bis 1527 Ort der Heiligenverehrung, dann Scheune und Fruchtspeicher, ab 1755 „Temple“ der 23 Hugenotten- und Waldenserfamilien, die rund um das Klostergut angesiedelt waren.

Der Wehrturm überragt das geschlossene Dorfbild – und macht derzeit durch seine Verhüllung à la Christo in besonderer Weise auf sich aufmerksam. Der einschiffige Bau der mittelalterlichen Kirche wurde von 1906 bis 1908 eingehend restauriert, und es ist an der Zeit, das Gotteshaus auch für die nächsten hundert Jahre stark zu machen. In insgesamt vier Bauabschnitten soll das geschehen, erklärt Architekt Adam-Willi Finger. Der erste, die Sanierung des Wehrturms, ist derzeit in Arbeit. Der zweite Bauabschnitt werde die Sanierung der Außenfassade des Kirchenschiffes umfassen – dafür seien Kosten in Höhe von 380 000 Euro angemeldet, sagt Finger. Die dritte und vierte Phase der Restaurierung beträfen den Innenraum und die Außenlage; da seien eher kleinere Arbeiten anvisiert. Insgesamt seien für die Sanierung der Wiesenfelder Kirche 488 000 Euro angemeldet, erklärt der Architekt.

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