Viel Beifall in vollem Haus für Laientheater in Rennertehausen

Kampf der Geschlechter auf der Bühne

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Allendorf-Rennertehausen - Wer sind denn nun die wahren Helden? Antwort auf diese Frage bekamen Hunderte Besucher bei Theateraufführungen in Rennertehausen am Wochenende.

Rund 500 Zuschauer sahen am Wochenende im Dorfgemeinschaftshaus die Komödie „Klub der Pantoffelhelden“ von Hans Schimmel. Die Premiere der insgesamt drei Aufführungen erlebten die Mitglieder des DRK-Seniorenclubs aus Allendorf am Samstagnachmittag, und am Samstag und Sonntagabend war das Haus dann bis auf den letzten Platz besetzt. Die Schauspieler vermittelten dabei stets das Gefühl, dass sie auf der Bühne mindestens ebenso viel Spaß hatten wie das Publikum - Szenenapplaus war die häufige Belohnung.

In dem Spiel um die Macht in der Ehe stand ein Sextett im Mittelpunkt: die drei unterdrückten „Männer-Freunde“, Peter (Fred Balouschek), Friedrich (Karl-Heinz Holzapfel) und Willi (Ewald Born), die zusammen in einem Mietshaus wohnen. Und ihre Ehefrauen: Ella (Sonja Schäfer) gehört zu Willi, Ricarda (Petra Eckel) zu Friedrich und Susanne (Nina Hofmann) zu Peter. Sie machen sich auf Kosten ihrer Männer ein schönes Leben.

Hausmeisterin sei wachsam

Die sind mit ihrer Hausarbeit voll ausgelastet und werden dabei von der allwissenden Hausmeisterin Christine Zausel (Regina Krümmelbein) rigoros überwacht. Sie haben zwar nichts zu lachen - aber sie haben auch ein Geheimnis: ihre Ausflüge in die Bar „Blaue Grotte“. Von dort taucht plötzlich Barfrau Carmen (Vanessa Hesse) auf, die sich durchaus auch ein Leben als Ehefrau vorstellen kann und damit für reichlich Turbulenzen sorgt.

Retter in der Not ist Ritchie (Carsten Schäfer), der die Pantoffelhelden auf einen Aufstand gegen die Frauen einschwört - diese entwickeln rasch den „Befreiungsplan“. An einem Besen trainieren sie den zukünftigen Umgang mit den Ehefrauen, doch das entgeht den wachsamen Augen der Hausmeisterin nicht.

Den Ehefrauen geben die wirren Erklärungen ihrer Männer Rätsel auf. Sie gehen ganz in ihrer Opferrolle auf und sparen nicht an Kalauern wie diesem: „Man soll die Frau nicht unterbrechen - wenn sie schweigt.“ Die Männer ziehen ihren Plan durch, doch freiwillig wollen die Frauen ihre Haushalts-Hoheit nicht aufgeben.

Sie halten Strafen wie das Taschengeld Streichen für ebenso sinnlos wie das Verweigern der ehelichen Pflichten - letzteres führt zum resignierten Seufzer von Ricarda: „Das letzte Mal, als er im Ehebett an mir herumgetastet hat, hat er nur die Fernbedienung gesucht.“

Nach unterhaltsamen Turbulenzen und witzigen Lebensweisheiten kommt es schließlich zum Happy End für die drei Ehepaare. Und auch der Wunsch von Barfrau Carmen geht in Erfüllung: Macho Ritchie macht ihr einen Heiratsantrag.

Dank und Auszeichnung

Zum Finale dankte Jürgen Hoffmann der Gruppe - selbst wie ein Pantoffelheld ausstaffiert, bevor Theaterchef Karl-Heinz Holzapfel vier Schauspieler für langjähriges Engagement ehrte: Regina Krümmelbein (40 Jahre), Sonja Schäfer und Petra Eckel (30 Jahre) und Fred Balouscheck (25 Jahre).

Noch einmal zu sehen ist das Stück am Samstag, 22. Februar, 14 Uhr, im DGH Roda. (wi)

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