Stadt möchte Arbeiten in der Kernstadt zurückstellen – Ahornstraße neu aufgenommen

Kanalsanierung: Neue Akzente

Battenberg. Für Änderungen im laufenden Kanal-Sanierungsprogramm haben sich die Battenberger Ausschussmiglieder in ihrer jüngsten Sitzung ausgesprochen.

Zurückgestellt werden sollen geplante Kanalsanierungsarbeiten in der Hardtstraße in Dodenau (dort droht die Straße abzurutschen) sowie am Burghain in Battenberg (dort verlaufen Kanäle über Privatgrundstücke, auf denen zum Beispiel Terrassen angelegt sind). Ähnliches gilt für den Verbindungssammler zwischen Breslauer und Stettiner Straße in Battenberg.

Problem dabei: Mit Zuschüssen aus einem Landesprogramm gefördert werden können nur Sanierungen in „offener Bauweise“. Es wäre jedoch nach Ansicht der Planer und Politiker „unverhältnismäßig“, Terrassen, Gartenhäuser oder Garagen abzureißen, um Kanalrohre sanieren zu können. Diese Projekte werden zurückgestellt, eine Sanierung soll später im so genannten Inliner-Verfahren erfolgen, das für die Anlieger sehr viel schonender ist. Ebenfalls zurückgestellt wird eine Kanalsanierung im Bereich der Schulstraße (Kreuzung Höhenweg, Auf der Stümpfe) in Laisa. Örtliche Politiker hatten darauf hingewiesen, dass dafür die erst vor wenigen Jahren erneuerte Asphaltdecke geöffnet werden müsste.

Als Ersatz hat das Ingenieurbüro Gröticke folgende Projekte vorgeschlagen:

• die Ahornstraße in der Kernstadt Battenberg

• die Grabenstraße in Berghofen (oberer Teil) und

• die Straße „Schöne Aussicht“ in Dodenau. Parallel zu den schadhaften Kanälen sollen auch Wasserleitungen ausgetauscht werden. Doch auch die „Schöne Aussicht“ wird vorerst zurückgestellt.

Die Stadt hat in diesem Jahr rund 503 000 Euro für das Kanal-Sanierungsprogramm vorgesehen. Dazu kommen 120 000 Euro für neue Wasserleitungen. „Diese Größenordnung wird auch durch die Ersatzlösungen erreicht“, kündigte Bürgermeister Horsel an. Die Stadt Battenberg hatte im Jahr 2007 noch eine Finanzierungszusage des Landes für Kanal-Sanierungsprojekte über 650 000 Euro erhalten. Es handelt sich dabei um ein zinsgünstiges Darlehen.

Genaue Kosten würden bei der Ausführungsplanung ermittelt, teilte Diplom-Ingenieur Ulrich Gröticke mit.

Die Erneuerung von Kanal- und Wasserleitungen sind beitragspflichtig. Laut Büroleiter Reiner Zissel erhebt die Stadt von den Anliegern Vorauszahlungen von 2,50 Euro pro Quadratmeter Grundstück für den Kanal und zwei Euro für die Erneuerung der Wasserleitungen. Hinzu kommen sieben Prozent Mehrwertsteuer.

Abschließend beraten wird über die Sanierung am Donnerstag im Parlament. (off)

Quelle: HNA

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