Frau findet ausgesetzte Haus-Kaninchen auf Parkplatz

Bromskirchen. Weil sie klein und niedlich sind, gehören Kaninchen zu den beliebtesten Haustieren. Doch es gibt  auch Menschen, die sie unbedingt loswerden wollen: In Bromskirchen hat Natascha Koch mehrere mehrere ausgesetzte Kaninchen auf dem Parkplatz gegenüber der Firma Hoppe gefunden.

„Ich war gerade auf dem Weg zur Arbeit nach Stadtallendorf, als ich am Eingang von Hoppe einen Hasen sah“, erzählt sie. Sie drehte beim nächsten Waldweg um und nahm das Tier zu sich ins Auto. Danach informierte sie einen Arbeitskollegen, der zu dem Zeitpunkt Urlaub hatte, und bat ihn, das Tier aufzunehmen. Während sie auf dem Parkplatz wartete, entdeckte sie ein weiteres Kaninchen. Das war aber bereits tot. „Ich hab mich gefragt, woher die Tiere alle kommen“, sagt 35-Jährige.

Gemeinsam mit ihren Kollegen suchte sie den Parkplatz mit Taschenlampen ab. Kurze Zeit später fanden sie einen kaputten und verdreckten Käfig im Graben zum Waldrand. Bevor sie fahren wollten, entdeckten sie weitere lebendige Kaninchen. „Ich habe selber Pferde, Katzen und Hasen. Ich kann nicht verstehen, wie jemand so etwas machen kann“, sagt Koch. Sie sei geschockt gewesen.

Erste Versorgung mit Futter und Wasser

Weil Natascha Koch zur Arbeit musste, übernahm ihr Arbeitskollege die erste Versorgung der vier lebenden Kaninchen: Er gab ihnen Futter und Wasser.

Mit den zwei zehn Woche alten Männchen in der Hand: Natascha Koch aus Bromskirchen. Fotos: Wenzel

Später berichtete Koch dem Tierheim Frankenberg von dem Vorfall. Von den Mitarbeitern dort bekam sie zwei Käfige gespendet. Tierarzt Dr. Stefan Verwohlt übernahm die Behandlung der Tiere. „Für mich war klar, dass ich mich um die Tiere kümmern werde“, sagt die Bromskirchnerin. Bekannte spendeten außerdem Futter, Schüsselchen und Trinkflaschen. Zwei der Kaninchen sind männlich und mittlerweile etwa zehn Wochen alt. Die anderen beiden sind Weibchen und sechs Monate alt. Die Tiere bleiben erstmal in der Obhut von Natascha Koch bis sie endgültig genesen sind. Danach wird entschieden, ob sie privat in gute Hände abgegeben werden.

Einige Tage nach dem ersten Fund wurde ein weiteres Kaninchen tot im Straßengraben entdeckt. „Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass sowas eine riesige Sauerei ist. Dann soll man sich einfach keine Tiere anschaffen oder sie wenigstens abgeben“, sagt Koch.

Wer Informationen zum Besitzer der Tiere oder etwas gesehen hat, kann sich bei Natascha Koch melden. „So jemand muss zur Rechenschaft gezogen werden“, sagt sie.

Kontakt: nk.online@hotmail.de

Quelle: HNA

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