800 Menschen aus Rosenthal demonstrierten

Kassenärztliche Vereinigung lehnt Erhalt des Bereitschaftsdienstes ab

Rosenthal. Die Chance, dass die Rosenthaler Gemeinschaftspraxis wie gewohnt abends und am Wochenende für die Patienten zur Verfügung steht, ist gegen Null gesunken.

Die Zahl war beeindruckend: 800 Menschen aus Rosenthal und den umliegenden Gemeinden demonstrierten am Samstag für den Erhalt des ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Zuvor hatte auch die Stadt Rosenthal eine Resolution mit der gleichen Forderung auf den Weg gebracht. All das scheint wohl nichts gebracht zu haben.

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„Eine Sonderregelung für Rosenthal ist nicht geplant“, sagte Petra Bendrich, Pressesprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen auf Nachfrage der HNA. Sie machte damit auch die Hoffnung des Rosenthalers Bürgermeisters Hans Waßmuth zunichte. Dieser hatte angedeutet, dass eine Sonderreglung unter bestimmten Aspekten möglich sei.

„Die Reform der KV ist dazu da, um den Forderungen der meisten Ärzte in Hessen Rechnung zu tragen. Sie wird vor allem deswegen eingeführt, weil wir in diesem Bundesland, wie in vielen anderen Ländern, einen Ärztemangel haben. Es fehlen uns bis zu 200 Ärzte“, so Bendrich.

Gerade die Bereitschaft vieler Ärzte, eine Praxis auf dem Land zu übernehmen oder zu eröffnen, sei gesunken. „Die Belastung, oft alleine bis spätabends oder zusätzlich noch am Wochenende für Patienten da zu sein, schreckt viele ab“, sagte Bendrich. „Wir haben die Ärzte in Hessen befragt. Und neben mehreren jungen Ärzten waren es auch viele Mediziner, die 50 Jahre oder älter sind. Die haben uns zu verstehen gegeben, dass man endlich etwas tun müsse, um die Situation für die Ärzte auf dem Land zu verbessern.“

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Von Philipp Daum

Quelle: HNA

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