Pfarrgemeinde Battenberg verfolgt Geschehen um Bischof Tebartz-van Elst

+
Erinnerungen: Bischof Dr. Tebartz-van Elst trug sich im September 2010 ins Goldene Buch der Stadt Battenberg ein. Bürgermeister Horsel (links) schenkte ihm die Stadtkachel. Im Hintergrund Lutz Klein (Mitte, rechts) vom Verwaltungsrat der Katholischen Kirchengemeinde.

Battenberg/Oberes Edertal. Mit besonderem Interesse verfolgen die Katholiken im Oberen Edertal die turbulenten Ereignisse um den umstrittenen Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst.

Die Pfarrgemeinde Battenberg, der rund 2200 Menschen aus dem oberen Edertal angehören, ist die nördlichste Gemeinde im Bistum Limburg.

Wegen teurer Bauarbeiten an seiner Residenz ist der Bischof unter anderem dem Vorwurf der Prunksucht ausgesetzt. Von aktuellen Kirchenaustritten aufgrund des Verhaltens des Bischofs ist aber weder Lutz Klein vom Verwaltungsrat noch Claus Jürgen Müller vom Pfarrgemeinderats etwas bekannt. „Es wird vor und nach dem Gottesdienst darüber geredet. Am Sonntag wurde die Erklärung des Bistums im Gottesdienst verlesen, die auch in den Medien gebracht wurde“, schildert Müller. Es gebe kritische Stimmen, aber an der Demonstration in Limburg hätten keine Katholiken aus dem oberen Edertal teilgenommen.

„Wichtig ist, dass es zu einer baldigen Klärung kommt“, sagte er am Montag. Man blicke mit Spannung auf die Entscheidung in Rom, wohin der umstrittene Bischof bekanntlich am Wochenende gereist war.

„Es wird höchste Zeit, dass Tebartz-van Elst sein Amt niederlegt. Er schadet der Katholischen Kirche in ganz Deutschland“, sagte Lutz Klein vom Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde Battenberg. Durch Kleins Ehrenämter im Bistum kennt er den Limburger Bischof persönlich.

Der Battenberger ist Mitglied im Diözesansynodalrat, der den Bischof bei Verwaltungsaufgaben berät, und Mitglied des Diözesankirchensteuerrates, der die Kirchensteuereinnahmen des Bistums verwaltet. Der Kirchensteuerrat habe vor einigen Jahren 2,5 Millionen Euro für die Bauarbeiten zur Verfügung gestellt, sagt Klein. Alles andere sei Angelegenheit des Bischöflichen Stuhls.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Martina Biedenbach

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare