Frankenberg

In der Kegelbergschule laufen die Projektwochen

- Frankenberg (mba). Von Kanufahren über Kosmetik bis Zirkus ist für jedes Interesse etwas dabei: in der Kegelbergschule läuft gerade die Projektwoche. Die Schüler können wählen, in welcher Gruppe sie mitmachen wollen.

Karl-Heinrich Zahn und Tobias Franke haben sich zum Beispiel fürs Kanufahren auf dem Edersee entschieden. Als Erstes lernten sie am Montag, wie man richtig kentert. Weil sie aber nicht in wildem Wasser paddelten, sondern im Frankenberger Freibad, mussten sie ordentlich nachhelfen, damit das Kanu umkippt. Angeleitet wurden sie von Lehrer Mario Nau-Theißen, der eine Ausbildung als Kanutenführer hat. Kanufahren hat die Schule schon einige Jahre im Programm. Aber diesmal können die Schüler erstmals schuleigene Kanus benutzen, die dank einer Spende über 3000 Euro von der Firma Günther Heißkanaltechnik angeschafft werden konnten.

Auch in der Kegelbergschule selbst war eine Menge los: Im Foyer übten die Zirkusartisten und die Raubtiere für ihre große Vorstellung, weiter den Gang runter hieß das Motto: „Schön von innen und außen“. Die Kosmetikgruppe hatte einen kleinen Schönheitssalon eingerichtet, wo die jungen Damen sich die Nägel und die Haare machen lassen können oder eine Gesichtsmaske auflegen. In den nächsten Tagen gibt es auch Wellness-Angebote wie Fußbäder.

Für die „innere Schönheit“ gibt es eine Ernährungsberatung und Fitnessübungen. Die „Ernähungsberater“ bereiten ihren Mitschülern jeden Tag ein gesundes Mittagsessen. Auch ein Frühstücksbüffet wird angeboten. Die Apfel-Gruppe, die eigentlich mit dem selbstgesammelten Äpfeln Saft und Kuchen herstellen wollte, musste ihre Pläne wegen der bescheidenen Ernte ändern und auf Zwetschgen umstellen. Daraus soll Marmelade gekocht werden.

Einige Schüler sind zum Reiten nach Geismar und Sachsenberg gefahren. „Raus aus der Schule“ ist auch der Name einer Projektgruppe, die Ausflüge in den Wildpark, ins Heimatmuseum und in den botanischen Garten Marburg unternimmt.

Schülerzeitung

Was die anderen Gruppen so alles machen, darüber berichtet dann die Zeitungsgruppe in ihrer nächsten Ausgabe. Die ersten Interviews haben die jungen Reporter schon geführt. Am kommenden Mittwoch präsentieren alle Gruppen ihre Projekte.

Sinn der Projektwochen, die die Schule einmal im Jahr veranstaltet, ist laut Schulleiter Harald Vogler, dass die Kinder auch außerhalb des Klassenverbandes zusammenarbeiten und die Lehrer die Gelegenheit haben, die anderen Schüler kennenzulernen. „Außerdem wollen wir etwas anbieten, dass es so im Schulalltag nicht gibt. Die Schüler können Ideen für die Freizeitgestaltung entwickeln, vielleicht werden neue Interessen geweckt“, so Vogler.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare