Rosenthal

Kein Brunnen vor Rosenthaler Rathaus

- Rosenthal (sie/jos). Im Jahr 1909 baute „Civile Ingenieur“ Leithäuser aus Kassel Rosenthals erste Wasserleitung. Hundert Jahre danach wollte der Heimatverein daran erinnern. Doch daraus wird nun offenbar nichts.

Einen Zierbrunnen vor dem Rathaus wollte der Rosenthaler Heimatverein in Eigenleistung bauen – und stellte deshalb den entsprechenden Antrag bei der Stadtverwaltung. Doch der Magistrat lehnte vorerst ab. Gegenüber der FZ betonte Bürgermeister Hans Waßmuth: „Wir sind nicht grundsätzlich dagegen.“ Die Idee sei allerdings bislang nicht durchdacht genug gewesen, der Antrag habe unter anderem keine Zeichnung und keine Kostenplanung enthalten. Verein ist enttäuscht Bei den Vereinsmitgliedern ist nach der Absage der Stadt die Enttäuschung allerdings groß. Der zweite Vorsitzende und Ortsvorsteher Otfried Vaupel sagte in einer Versammlung des Vereins: „Die ablehnende Haltung des Magistrats ist ein herber Rückschlag für weitere Eigenleistungen und untergräbt den Einsatzwillen aller ehrenamtlichen Helfer.“ Weitere Ideen Geschichte Mit den Plänen eines Zierbrunnens sind nun offenbar auch alle weiteren Ideen rund um das Rosenthaler „Wasser-Jubiläum“ Geschichte. Ursprünglich wollte der Heimatverein in diesem Jahr unter anderem einen Motivwagen für den Umzug beim Heimatfest gestalten, sich an der Burgwaldmesse in Frankenberg mit einem Stand beteiligen und das Thema „100 Jahre Wasserleitungen in Rosenthal“ in einer Ausstellung beleuchten. Darüber hinaus sollte eine Gedenkmedaille geprägt, eine Festschrift gedruckt und ein großes Brunnenfest auf dem Rosenthaler Rathausplatz gefeiert werden. „Fronten verhärtet“ Bürgermeister Hans Waßmuth stellte gegenüber der Frankenberger Zeitung bedauernd fest: „Die Fronten sind verhärtet.“ Dabei habe der Magistrat die Idee eines Zierbrunnens ja nicht grundsätzlich abgelehnt, sondern nur dem angedachten Standort vor dem historischen Rathaus vorerst nicht zugestimmt.(sie/jos)

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