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HNA-Leser schlägt neue Bushaltestelle im Frankenberger Industriegebiet West vor

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Von: Klaus Jungheim

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Im Industriegebiet West am Stadtrand von Frankenberg in Richtung Röddenau haben unter anderem die Firmen Finger-Haus, Hettich und Ewikon ihren Sitz. Eine Bushaltestelle für die Mitarbeiter gibt es dort aber nicht.
Im Industriegebiet West am Stadtrand von Frankenberg in Richtung Röddenau haben unter anderem die Firmen Finger-Haus, Hettich und Ewikon ihren Sitz. Eine Bushaltestelle für die Mitarbeiter gibt es dort aber nicht. © Jörg Paulus

Könnte im Frankenberger Industriegebiet West eine neue Bushaltestelle eingerichtet werden? Eine entsprechende Anregung für das Areal an der und rund um die Siegener Straße hat HNA-Leser Klaus Tönges aus Frankenau gemacht.

Frankenberg – Er verweist unter anderem auf die steigenden Energiekosten für die Fahrt mit dem Auto zur Arbeit. Außerdem würde eine vermehrte Anreise mit dem Bus den CO2-Ausstoß verringern, so Tönges.

Nach seinen Worten arbeiten rund 2000 Menschen im Frankenberger Industriegebiet West in drei Schichten. Auch er selbst ist dort beruflich tätig. Das Interesse der Arbeitnehmer wäre bei weiterhin steigenden Spritpreisen sicherlich da, meint Klaus Tönges.

Wir haben den Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) und die Stadt Frankenberg um Stellungnahmen zu diesem Vorschlag gebeten.

Die stellvertretende NVV-Pressesprecherin Judith Féaux de Lacroix unterstreicht: „Grundsätzlich hat der Nordhessische Verkehrsverbund daran Interesse, das Angebot im Nahverkehr mit weiterer Infrastruktur wie einer Bushaltestelle zu verbessern und steht einer Prüfung bei Bedarf offen gegenüber.“

Würde eine neue Bushaltestelle im Gewerbegebiet geschaffen, gäbe es verschiedene Möglichkeiten, diese zu bedienen – etwa über die Änderung bzw. Verlängerung der Fahrstrecke von bereits bestehenden Buslinien im Raum Frankenberg.

Judith Féaux de Lacroix: „Um einen solchen Vorschlag zu prüfen, bräuchte es zunächst einen entsprechenden Anlass – beispielsweise den Wunsch der Stadt Frankenberg, das Gewerbegebiet per Bus anzubinden.“

Die Stadt Frankenberg steht dem Wunsch „nach einer bedarfsgerechten Ausweitung und Optimierung des Öffentlichen Personennahverkehrs generell offen und aufgeschlossen gegenüber“. Dies betont Evelin Jacobs von der Wirtschaftsförderung bei der Stadtverwaltung Frankenberg.

Neben der Bereitstellung der innerstädtischen Buslinie mit angeschlossenem Anrufsammeltaxi errichte und unterhalte die Stadt im kompletten Stadtgebiet und den Stadtteilen die Haltestellen für die regionalen und überregionalen Linienverkehre im Öffentlichen Personennahverkehr.

Jacobs: „Die Philipp-Soldan-Stadt baut diese nach und nach barrierefrei und zum Teil mit modernen Informationssystemen aus – wie unter anderem die Zentrale Bushaltestelle am Bahnhof und in der Uferstraße.“

Ein  konkreter Bedarf sowie eine mögliche Anbindung des Industriegebietes West an die lokalen und überregionalen Verkehre des Öffentlichen Personennahverkehrs sei bisher nach Kenntnisstand der Stadt Frankenberg noch nicht an die verschiedenen Aufgabenträger herangetragen worden.

Sogenannte Aufgabenträger seien für die Stadtbuslinie die Stadt Frankenberg, für die lokalen und überregionalen Buslinien die Energie Waldeck-Frankenberg und der Nordhessische Verkehrsverbund.

Evelin Jacobs abschließend: „Generell kann eine Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr, wie von dem Leser angeregt, Sinn machen, wenn die Bedarfe wie mögliche Fahrgastzahlen, Herkunftsrichtungen der möglichen Fahrgäste, notwendige Fahrplanzeiten etc. konkret formuliert und dann von den einzelnen Aufgabenträgern für ihre jeweiligen Linien auf Umsetzbarkeit und Vernetzung mit anderen Linien geprüft werden können.“

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