Kein Geld für große Lösung

Soll saniert werden: Das Battenberger Wahrzeichen, die Neuburg. Zu einer Millionen-teure Modernisierung konnten sich die Ausschussmitglieder nicht durchringen. Foto: Hoffmeister

Battenberg. Saniert werden soll das Battenberger Wahrzeichen, die Neuburg. Allerdings sollen nur dringend notwendige, zur Substanzerhaltung und für eine funktionierende Verwaltung erforderliche Arbeiten ausgeführt werden.

Eine auf 2,5 Millionen Euro taxierte Komplett-Modernisierung des ehemaligen Jagdschlosses bedarf einer besonderen Entscheidung des Parlaments. So sieht die Beschlussempfehlung aus, die die Battenberger Ausschüsse und der Ortsbeirat der Kernstadt am Donnerstagabend bei mehreren Enthaltungen einstimmig verabschiedet haben.

Der Magistrat erhielt den Auftrag, Fördermittel für eine Sanierung zu beantragen. Außerdem soll ein Verein gegründet werden, um Spenden zu sammeln.

Gehofft hatten viele Battenberger Politiker darauf, die Neuburg verkaufen zu können. „Diese Alternative besteht nicht mehr“, sagte Bürgermeister Heinfried Horsel. Der Magistrat wolle jetzt „weg von der jahrelangen Hängepartie und Klarheit schaffen“.

Horsel rechnet inzwischen mit Sanierungskosten von 2,5 Millionen Euro. An Zuschüssen seien zehn Prozent vom Landesamt für Denkmalpflege zu erwarten. Im Jahr 2012 könne man die Planung und Ausschreibung abwickeln, ab 2013 mit der Modernisierung des Hauptgebäudes beginnen, nannte der Bürgermeister einen möglichen Zeitplan.

„Kann sich die Stadt das denn erlauben?“, fragte Erika Hartmann (SPD). Sie ist nicht die Einzige, der ein Anwachsen der städtischen Schulden auf über acht Millionen Euro Sorgen bereitet. Hans-Peter Huft (CDU) sieht das ähnlich. Für deutlich weniger als 2,5 Millionen Euro könnte man eine neue Verwaltung an anderer Stelle bauen, warf Robert Paulus (BLLFB) ein. Seine Sorge: „Wenn wir erstmal anfangen, können wir nicht mehr zurück.“ Auf Probleme für gehbehinderte Menschen wies Klaus Hallenberger (BLLFB) hin: „Man kommt kaum über den Hof, geschweige denn zum Bauamtsleiter.“

Das Thema Sanierung steht in der Stadtverordnetenversammlung am 10. November erneut auf der Tagesordnung. (off)

Quelle: HNA

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