Landwirten mahnen: Verunreinigtes Futter macht Rinder und Schafe krank

Kein Hundekot auf Wiesen

Aufklärungskampagne zur Erntezeit: (von links) Landwirt Wolfgang Heinemann, Dr. Christof Nüsse (Kreisbauernverband Waldeck), Axel Friese (Fachdienst Landwirtschaft beim Landkreis), Carsten Vahland (Ordnungsamt Korbach). Foto: Trautmann

Waldeck-Frankenberg. Hundekot auf Wiesen, Weiden und Feldern ist nicht nur ein verbreitetes Ärgernis für Landwirte als Bewirtschafter der betroffenen Flächen. Die Ausscheidungen der Vierbeiner bergen große Gefahr für Milchkühe, Rinder und Schafe. Denn über mit Hundekot verunreinigtes Grünfutter wird der Erreger Neospora caninum übertragen. Der kann bei den Tieren zu Totgeburten führen.

Hundehaufen im Heurundballen sind ebenfalls problematisch, denn sie machen diesen während der Lagerung ungenießbar. Zudem können Hunde ohne Wissen ihrer Besitzer vom Hundebandwurm befallen sein und diesen mit dem Kot ausscheiden.

Die Bandwurm-Eier bleiben bis zu zwei Jahre lang infektiös. Auch hiermit können sich Rinder und Schafe infizieren, was zu Schäden in der Herde führen kann.

Hinweisschilder für Bauern

Vor diesem Hintergrund bietet der Kreisbauernverband Waldeck den Landwirten ein Schild an, dass Hundehalter darauf hinweist: „Nicht vergessen: hier wächst Ihr Essen!“. Schließlich steht der Mensch am Ende der Nahrungskette. Bei einer Pressekonferenz auf dem Hof Heinemann in Lelbach hieß es, das Problem Hundekot betreffe alle Randgebiete der Städte und größeren Orte im Landkreis.

Hundebesitzer ließen ihre Tiere gern von Feldwegen aus frei laufen, viele kämen per Auto angefahren und blieben mitunter im Auto sitzen, während der Hund draußen sein Geschäft mache.

Nicht zu vergessen sei, dass landwirtschaftliche Wege für den normalen Auto-Verkehr gesperrt sind. Auch das Parken auf Wiesen sei nicht rechtens, sagte Korbachs Ordnungsamtsleiter Carsten Vahland. Wiesen und Felder seien Privateigentum. Landwirte ließen ihre Kühe ja auch nicht im Garten von Privatleuten grasen.

Im vielen Gemeindeverwaltungen sind Beutel zum Aufnehmen von Hundekot kostenlos erhältlich, außerdem gibt es auch öffentliche Hundetoiletten.

Von Ursula Trautmann

Quelle: HNA

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