Battenberger Parlament ändert Nutzungsordnung

Kein Nebel in der Burgberghalle

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- Mehrmals musste die Battenberger Feuerwehr in der Vergangenheit zur Burgberghalle ausrücken: Kunstnebel hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. Die neue Benutzungsordnung untersagt den Einsatz von Nebelmaschinen. Günter Wack hat das im Parlament kritisiert.

In der Jahresabschlusssitzung in Laisa verabschiedeten die Stadtverordneten mit großer Mehrheit die neue Benutzungs- und Gebührenordnung für die Burgberghalle. Unter anderem waren in der Vergangenheit Tische und Stühle nicht ordnungsgemäß weggeräumt worden. Der Hinweis auf die Rauchmeldeanlage fehlte, und seit Ende 2013 werden Nebenkosten nach dem tatsächlichen Verbrauch und nicht mehr pauschal abgerechnet. Die Reinigung der Zapfanlage entsprach bislang nicht den Thekenvorschriften und wird künftig von einer Fachfirma übernommen. Dafür müssen Nutzer eine Pauschale von 50 Euro zahlen. Auch Benutzungsgebühren und Reinigungskosten sind erhöht worden. Günter Wack (BL Battenberg) kritisierte sowohl die Gebührenerhöhung als auch die Einschränkung, keine Nebelanlagen mehr zu nutzen. „Die Halle ist ein Glücksfall“, sagte er. „Sie soll den Vereinen zur Verfügung stehen und wird sehr gut angenommen.“ Wack ist Vorsitzender des Culturclubs, der zweimal jährlich in der Regel ausverkaufte Konzerte mit Coverbands in der Kulturhalle veranstaltet. Bei der letzten Veranstaltung habe der Verein 400 Euro für die Halle gezahlt, mit der Erhöhung würden 440 Euro fällig. „Das ist schon eine Hausnummer.“ Er kritisierte, dass in den Dorfgemeinschaftshäusern der Ortsteile der Verbrauch noch Pauschal abgerechnet werde. „Das ist eine Ungleichbehandlung. Das solle sich aber ändern, entgegneten sowohl Bürgermeister Christian Klein als auch der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses, Jens-Ulrich Schmidt (SPD). Nach und nach soll auch in den Stadtteilen eine genaue Abrechnung nach Verbrauch erfolgen und die bisherigen Pauschalen ersetzen. Wack kritisierte auch den Verbot der Nebelmaschinen. Die gehörten „bei Großveranstlatungen dazu“. Er spielte auf den Spender der Halle, Unternehmer Prof. Martin Viessmann an: „Wenn eines Tages der Investor kommt und er will Musik und Nebel, dann bin ich gespannt, wie wir uns verhalten.“ Klein verteidigte die Änderung. Grundsätzlich sei schon bisher alles verboten gewesen, was Schäden an der Halle verursacht. „Wir haben das präzisiert.“ Mehrfach hätten sich Feuerwehrleute wegen der fahrlässig ausgelösten Fehlalarme „die Nächte um die Ohren gehauen“. Er verwies auf die Festhalle als alternativen Veranstaltungsort, wo weniger strenge Auflagen gelten. „Die ist dann nicht so schick, aber die verträgt das.“ Er glaube aber nicht, „dass dieser Punkt eine Veranstaltung unmöglich macht“.Gegen die Stimmen der drei anwesenden Vertreter der Bürgerliste Battenberg wurde die neue Nutzungs- und Gebührenordnung beschlossen. Sie gilt ab dem 1. Januar 2015.

Von Mark Adel

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