Landkreis-Sprecher beruhigt Eltern nach Vogelgrippe-Entdeckung

"Keine Gefahr für Gemündener Schüler"

Gemünden - Für die Schüler der Cornelia-Funke-Schule besteht nach der Feststellung der Vogelgrippe-Infektion in einer Geflügelzucht am Stadtrand aus fachlicher Sicht keine Gefährdung, sagt Dr. Hartmut Wecker, Sprecher des Landkreises Waldeck-Frankenberg.

Im betroffenen Betrieb sei für den gestrigen Freitag die erste Reinigung und Desinfektion vorgesehen gewesen, eine zweite folge noch am Wochenende.

„Das Virus ist nur schwer, fast gar nicht auf Menschen übertragbar“, betonte Wecker. Dem Veterinäramt sei keine Verbindung zwischen dem Stall und der Schule bekannt. Der Züchter habe kein Fleisch an die Schule geliefert, übrigens auch nicht an die heimische Gastronomie, betonte Wecker.

Auch, wenn aus Sicht des Landkreises kein Anlass zur Sorge um die Gesundheit der Schüler bestehe, liege die Entscheidung bei den Eltern. „Man muss die Sorgen der Eltern ernst nehmen. Es ist letztendlich ihre Entscheidung“, sagte Wecker. „Aber aus fachlicher Sicht gibt es keinen Hinderungsgrund, die Kinder zur Schule zu schicken.“

Insgesamt 59 Tiere getötet

In der vergangenen Woche hatte das hessische Landeslabor in einem privaten Geflügelzuchtbetrieb am Stadtrand von Gemünden erstmals im Landkreis das Virus H5N2 nachgewiesen. Am 28. Dezember wurde die Diagnose gestellt: Vogelgrippe. Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte das Ergebnis. Insgesamt 59 Tiere wurden daraufhin getötet. Außerdem wurde ein Sperrgebiet rund um den betroffenen Bestand von 1000 Metern eingerichtet (wir berichteten).

Nach der zweiten Desinfektion des Betriebes am Sonntag beginnt eine Frist von 21 Tagen. Nach deren Ablauf wird der Betrieb erneut getestet. Sind die Ergebnisse dann negativ, werden die Maßnahmen aufge-hoben. (apa)

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