Bottendorf

Keiner schlägt den TSV

- Burgwald-Bottendorf (rou). Der Gewinner erhielt keine 500 000 Euro, sondern 500 Euro, und die spaßigen Spiele wurden auch nicht im Fernsehen, sondern auf einer großen Leinwand übertragen: Ansonsten hielt „Schlag den TSV“ den Vergleich mit dem Original „Schlag den Raab“ stand. Und am Ende war es meist wie bei Pro7: Dem Herausforderer blieb nur das Nachsehen.

Professionelle Licht-, Ton- und Computertechnik, ausgefallene Spiele, mit Philipp Stricker einen Moderator, der Matthias Opdenhövel in nichts nachsteht, und ein fünfköpfiges Team des TSV, dass an diesem Abend vermutlich sogar gegen „Alleskönner“ Stefan Raab gewonnen hätte: Die Premiere von „Schlag den TSV“ am Samstagabend im Bottendorfer Dorfgemeinschaftshaus war ein riesiger Erfolg. Und ihre Freude an dem spaßigen Wettstreit um 500 Euro für die Vereinskasse hatten nicht nur die Beteiligten, sondern auch die rund 300 Zuschauer aller Altersklassen. Gedanken um eine Neuauflage ihres traditionellen Wintervergnügens müssen sich die Fußballer jedenfalls nicht mehr machen. Nach der perfekten Premiere dürfte „Schlag den TSV“ einen festen Platz im Bottendorfer Kalender finden.

„Wir sind super zufrieden“, sagte Patrick Nolte. Mit Fabian Glaßl, Philipp Stricker, Daniel Pakura, Mirsad Nadarevic sowie Christian Gunnesch hatte er die „Raab“-Kopie seit Herbst vorbereitet. „Wir hätten nicht gedacht, dass es so gut läuft“, freute er sich über zum einen über den pannenfreien Abend und zum anderen über die Kritik der Zuschauer. „Das Publikum war beeindruckt und begeistert.“ Viele hätten den Organisatoren gesagt, dass sie mit einem solch professionellen Abend nicht gerechnet hatten.

Sieben Bottendorfer Vereine bewarben sich um die Rolle des TSV-Herausforderers: in „Schlag den TSV“-T-Shirts betraten der Jugendposaunenchor, der Musikzug, die Schützen, die Feuerwehr, der Motorradclub, der Jugendclub und der Heimat- und Kulturverein unter frenetischem Beifall die abgedunkelte „DGH-Arena zu Bottendorf“. Die Veranstalter hatten Bierbänke und -tische gestellt, um möglichst vielen Zuschauern die Möglichkeit zum Dabeisein zu geben.

In zwei Entscheidungsspielen wurde der Herausforderer ermittelt. Beim Stuhlrodeo mussten die Vereinsvertreter mit einem Blasebalg per Gesäß einen Ballon aufpumpen. In 25,9 Sekunden gelang dies Christian Kleem vom Heimat- und Kulturverein am schnellsten. Beim „Fan-o-Meter“ waren die Anhänger der sieben Vereine gefragt. Ihr Applaus wurde mit einem Dezibelmeter gemessen. Die Fans des Jugendposaunenchors machten die meisten Lärm. Nach den beiden Spielen hatten der Heimat- und Kulturverein und der Jugendposaunenchor jeweils zwölf Zähler „eingefahren“. Die Entscheidung brachte eine Schätzfrage: „Wie hoch ist das Brandenburger Tor inklusive der Quadriga?“, wollte Moderator Philipp Stricker wissen. Mit 50 Metern lagen die Jungbläser weit daneben. Der Heimat- und Kulturverein schätze 22 Meter – und war mit dieser Antwort nur vier Meter von der tatsächlichen Höhe entfernt.

Dem Original aus dem Fernsehen folgend hatte der TSV 15 Spiele aus den Bereichen Wissen, Geschick, Technik vorbereitet. Insgesamt gab es 120 Zähler zu gewinnen, einen Punkt im ersten Spiel, 15 Zähler im 15 Wettstreit. „Das Team, das zuerst 61 Zähler auf dem Konto verbucht, gewinnt die 500 Euro für die Vereinskasse“, erklärte der Moderator die Wertung. Bei den Spielen wurde Philipp Stricker von seiner reizenden Assistentin Anna Nolte sowie Helfern unterstützt, die für den Auf- und Abbau der einzelnen Spielstationen verantwortlich waren. Kommentiert wurden die Wettbewerbe von Siemon Glaßl; im Original übernimmt Sportkommentator Frank Buschmann die Aufgabe. Alle Spiele wurden live auf einer Leinwand übertragen. Die Regie blendete den Abend über die Bilder der Videokameras sowie die Punktestände ein.

Für den TSV spielten Frank Sommer, Lars Lauer, Harald Hilbert, Sascha Schütt und Manfred Glaßl. Für den Heimat- und Kulturverein (HuK) traten Anna Kroneberger, Simone Höller, Christian Kleem, Birthe Jannermann und Zoe Ernst an.

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